Biki-Blog

26. Mai 2015

nix mit Boot, Rad oder Moped

Filed under: Alltag — bikibike @ 20:44

Diesmal geht es um ein Büchlein. Winzig klein, trotzdem mit sehr sehr vielen Seiten (zum Glück) und einem wunderhübschen glänzenden Schmetterlingseinband. Und dieses linke hier ist es. Isses nich schön? Und: Überraschung! Hinten im Buch ist sogar eine kleine Geheimtasche versteckt.

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Dieses Bild ist von Frau Waldspecht, die die beiden Büchlein verlost hat. Und ich hab’s gewonnen :-) Nun ist es da und hat schon eine Aufgabe. Aber die verrate ich noch nicht.

Da schicke ich doch ein ganz großes Dankeschön in den Odenwald!

18. Mai 2015

BKV Trainingswochenende in Tamsweg

Filed under: Kajak — bikibike @ 20:19

Nach einem Jahr Wildwasserpaddeln ist es sicher gut, mal einen Kurs zu besuchen. Auch der Bayrische Kanuverband biete solche regelmäßig an, die nette Fürther Paddeltruppe vom Schwarzen Regen hatte mir davon erzählt und ich hatte eine Mitfahrgelegenheit. Passt. Leider war ich das ganze Wochenende nicht wirklich fit und konnte deshalb nur mit halbem Einsatz paddeln.

Wir übernachteten auf dem Waldcamping in Tamsweg, paddelten auf Mur und Taurach. An 3 Tagen war der Wasserstand recht hoch, sodass die Kehrwasser abgesoffen waren und ich mich wegen des Wassertempos und der Wucht meist an meinem Limit befand.

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Moderne Boote wurde eingesetzt, Ausrüstung kontrolliert, die Paddler quatschten sich warm und ließen die Arme kreisen. In meiner Gruppe fuhren noch 2 Mambas. Ist doch ein beliebtes Bootchen.

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Die ersten 3 Tage befuhren wir 2 verschiedene Abschnitte auf der Mur. Am Einstieg in Predlitz wurde geholfen, sodass alle sicher ins Boot kamen. Mit Schwung ging es dann auch schon abwärts.

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Nachdem unsere erste Befahrung ab Predlitz mit Übungsleiter gut lief und noch genug Energie vorhanden war machten wir drei Mädels der Gruppe uns auf, noch eine Spaßrunde dran zu hängen. Das große Grinsen breitete sich aus, als die Sonne raus kam, sich doch noch ein paar Kehrwasser finden ließen und das Wasser spritzte.

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Große Wellen, schnelles Tempo, reichlich Baumbewuchs, wenig Übungsmöglichkeiten kennzeichnete den Abschnitt bis Stadl.

Der Ausstieg war interessant: man konnte wählen zwischen Anfahrt über Welle + Kehrwasser hinter querliegenden Baum und S-Kurve um Welle und Brückenpfeiler + kleine Stufe. Hier übten wir Wurfsackrettung und Schwimmer am Seil.

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Unser Trainer verfuhr sich im Baumverhau ein bisschen. Aber wir konnten ihn retten.

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Den zweiten Tag verbrachten wir bei Regen auf der gleichen Strecke. Für einen zweiten Lauf konnte sich aber niemand motivieren. Kalt und nass raubt die Energie. Dagegen gab’s abends einen Restaurantbesuch.

Tag 3 steigerte die Anforderungen: ww 3-Abschnitte zwischen Madling und Predlitz wollten bewältigt werden.

Den Madlinger Abfall befuhren nur die zwei Könner meiner Gruppe. Hier zeigte sich schon, dass es zwar einfach gehen kann, man aber die Anfahrt zur Stufe gut hinkriegen muss.

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Danach gab es 2 Stellen mit hohen Wellen und 2 verblockte S-Kurven. Eine davon schauten wir uns von der Brücke aus an. Beide konnten wir links befahren. Ich war sehr froh, vor mir eine Linie der Vorfahrer zu sehen, die ich ansteuern musste. Mein dickes Mamba brachte mich gut hinunter – von kontrolliert kann man aber nicht reden. Immerhin kann ich das Bootchen geradeaus halten und halbwegs vehement die Richtung angeben. In den Wellen reagiere ich dann aber nur noch.

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Da ein Paddel bei der Besichtigung gebrochen war tauschte unser Übungsleiter seins und hatte viel Spaß damit, einarmig das letzte S und die verbleibende Strecke zu paddeln. Der kann es eben :-)

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Am unruhigen und knappen Ausstieg in Predlitz kamen wir geordnet und einzeln an, um sicher von den Übungsleitern empfangen zu werden.

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In dieser schönen Gegend, dem Lungau, hielten wir uns auf. Hier kann man auch prima Radfahren und leichte Wanderungen machen. Ein gemütliches Fleckchen Österreich mit offenherzigen Menschen, das nicht von Paddlern überrollt wird.

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Der letzte Tag brachte den ersehnten Sonnenschein, fallende Pegel und eine wunderschöne Fahrt auf der Taurach/Süd.

Der Einstieg liegt am Flugplatz bei Mauterndorf. Relativ klar und flott lud uns das Wiesenflüsschen ein. Der gesamte Kurs von etwa 30 Leuten befuhr an diesem Abschlusstag den Bach, es gab also eine große gemeinsame Umsetzaktion. Wir trafen als letzte, übungsintensive, Gruppe unterwegs aber keinen mehr.

Der regnerische Eindruck auf den Bildern täuscht. Meine tolle “wasserdichte” Kamera war von innen beschlagen… Es schien die Sonne zwischen den Wölkchen hindurch :-)

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Die Taurach ist ein flotter Wiesenbach mit vielen vielen Kehrwassern. Meine Gruppe war hochmotiviert, jedes einzelne zu besuchen. Trainer machte es im blauen Minimystik vor, die Könnerin nach. 3 Abfälle gab es unterwegs, ansonsten perfektes Niveau für mich. Unser Übungsleiter motivierte jagte uns in jedes Kehrwasser und korrigierte geduldig Linie, Haltung, Tempo.

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Kühe und Hühner guckten zu, Blümchen standen am Rand.

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Am Schluss gab es noch ein Hindernis, das ich mir vorher zum Glück nicht angeschaut hatte: ein 7 m hohes Wehr. Befahrbar, ungefährlich, kontrolliert auf Bäume. Aber echt hoch und schnell. Bilder hab ich leider nicht selbst gemacht. Daher hier Bilder von einer anderen Gruppe.

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Zum Überblick hier die gefahrenen Strecken:

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Schön war’s

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13. Mai 2015

Rhein Wangen – Schaffhausen

Filed under: Kajak — bikibike @ 16:42

Das neue XT 15 brauchte Auslauf und so steuerte ich den Hochrhein an. Etwa 25 Kilometer, gute Strömung und 50 nette Fahrradkilometer, um am Ausstieg das Auto zur Verfügung zu haben sollten es werden. Das tolle warme und ruhige Wetter sorgte für gute Laune.

Ich paddelte ab Wangen auf dem breiten Strom, bei Öhningen wurde es durch die schmale Fahrrinne und einige Motorboote ziemlich kabbelig. Stein beeindruckte durch seine Altstadt. Danach blieben der deutliche Wasserzug und gelegentliche Kabbeleien bis Schaffhausen erhalten. Zweimal pausierte ich am Ufer und verputzte mein Picknick. Eigentlich wollte ich am Strandbad Gailingen essen, aber dort war viel viel Trubel. Also weiter, eine ruhige Bucht war schnell gefunden. In Schaffhausen kann man am Kanuclub gut aussteigen. Ich hielt schon 350 m zuvor, denn dort hatte ich am Gasbehälter kostenlos parken können.

Den Abend verbrachte ich am Rheinfall. Über den Radweg auf der Südseite kommt man nach wenigen Kilometern zum Schloss Laufen. Ab 18.00 sind alle Eintrittsschranken offen und man kann die Treppen hinunter zum Fall gehen. Im Sonnenuntergang genoss ich das donnernde Rauschen des Wasser und radelte in der Dämmerung zurück nach Schaffhausen. Der Parkplatz am Gasbehälter bot auch einen ruhigen Schlafplatz im Bussi.

Und nun könnt ihr Bilder genießen:

12. Mai 2015

Ardeche? Nein, obere Donau!

Filed under: Kajak — bikibike @ 16:18

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Endlich bot sich die Möglichkeit, auf der oberen Donau zu paddeln. Jede Menge Vorschriften begrenzen den Spaß, sich damit auseinander zu setzen. Nun gab es einen Verein, der noch angemeldete Plätze frei hatte und ich konnte mit. Übernachtet wurde in der Dietfurter Mühle. Ein empfehlenswertes Restaurant mit Gästezimmern.

Normalerweise verhindert ein zu niedriger Pegel die Fahrt auf der Donau. Nach dem reichlichen Regen der letzten 2 Wochen stand er zu Wochenbeginn bei über 200 cm. Der Pegel Beuron fiel zu unserem Start auf akzeptable 150 für die Strecke Hundersingen – Zwiefaltendorf und am Tag danach 143 für Hausen – Laiz. Fahrbar. Die Gruppe hatte natürlich alle erforderlichen Genehmigungen.

Hundersingen – Zwiefaltendorf

Es begann zackig mit einer schnellen Schnelle unter der Brücke von Hundersingen, die zuvor ausgiebig betrachtet wurde. Die Mitte war gut fahrbar aber man sollte steuern können und Wellen mögen.

Der Fluss schlängelte zunächst ruhig aber schnell durch das breite Tal. Dann wurde das Flussbett schmal und beidseitig wuchsen durchgängig überhängende Bäume. Einige Schwellen und Stufen waren völlig abgesoffen, übrig blieben unangenehme Pilze und Verschneidungen. Eine davon brachte kurz vor Riedlingen das Boot einer Mitpaddlerin zum Kentern, die leider an letzter Stelle der Gruppe gepaddelt hatte. Das hohe Wassertempo führte dazu, dass sie nach dem Unterwasser-Ausstieg in den dichten Baumbewuchs getrieben wurde, sich aber zum Glück selbst befreien konnte. Mühsam war es, danach das Material einzufangen und bergen. Der Schreck saß ihr heftig in den Gliedern, sie brach die Fahrt ab und verbrachte mit ihrem Mann einen sonnigen Nachmittag in Riedlingen.

Wir anderen rutschten das Riedlinger Wehr hinunter und konzentrierten uns für die restlichen Kilometer bis Zwiefalten auf das unruhige Wasser. Im Süden konnten wir den Heiligen Berg Oberschwabens erkennen, den Bussen. Ziemlich plötzlich tauchte unser Ziel auf: das Schloss Zwiefaltendorf mit seiner eigentlich schönen, diesmal aber schlammigen Ausstiegsstelle. Nach kurzem Weg über die Brücke ließen wir uns direkt über der Zwiefalter Ach im Biergarten der Brauerei Blank nieder und stillten unseren Durst. Der Tag war komplett trocken und sonnig geblieben, darüber haben wir uns sehr gefreut. Auf der Rückfahrt sammelten wir unsere Abbrüchler samt ihrer Boote ein und beschlossen den Abend mit leckerem Essen und gemütlichem Sitzen an der Dietfurter Mühle.

Tag 2 führte uns von Hausen nach Laiz, einem Teil des Donaudurchbruchs bei Beuron. Graue Wolken und wechselhafter Wind kündigten ein spannendes Wetter für diesen Tag an. Zunächst blieb es trocken und nett. Wir warteten auf die Umsetzer zusammen mit einer Jugendgruppe und konnten dabei ein Wetterschauspiel über Schloss Werenwag betrachten. Die Schafe dagegen waren nur am strahlend grünen Gras interessiert. Der Flussverlauf war deutlich ruhiger als am Vortag, der Fluss blieb offener und hatte weniger unruhige Strudel. Mit dem kurzen Mamba war das deutlich entspannter und ich musste weniger korrigieren. Es gab viel zu sehen auf diesem Stück: hohe Felsen und Felsnadeln, kleine Stromschnellen, Reiher, Bachstelzen, Wasseramseln, Biberspuren, kleine Burgen und eine Karstquelle im Bach. Ein bisschen fühlte ich mich wie an der Ardéche. Nach kurzer Zeit rotteten sich die grauen Wolken zu einem kurzen aber heftigen Schauer zusammen. Das hieß: Kapuzen hoch, rausgrinsen, weiterpaddeln. Die Wehre konnten wir alle befahren, was zum Teil zu heftigem Wassereinbruch in die Wanderjacken bedeutete. Aber die Lufttemperatur blieb hoch, wir ließen die Vesperpause aus und konnten uns an der Dietfurter Mühle trockenlegen. Ein Schild am Uferrand blieb mir völlig unlogisch: Paddler sollen sich ruhig verhalten. Gerade beim Lesen ratterte ohrenbetäubend ein Güterzug über unsere Köpfe. Ne, klar, die lärmenden Paddler sind da wesentlich lauter.

Danach kam der landschaftlich wunderschöne Teil um Inzigkofen. Wieder paddelten wir unter hohen Kalksteinfelsen, unter anderem dem Amalienfelsen. Bald danach kam auch schon Laiz in Sicht, wo uns die Autos erwarteten. Es blieb noch genug Zeit, um nach der Dusche in der Sonne zu sitzen und einen gemütlichen Kaffee zu genießen.

Es war schön, mal wieder mit einer neuen Gruppe zu paddeln, einen neuen Flussabschnitt kennen zu lernen und das ganze mit einem erfahrenen Fahrtenleiter, auf dessen Entscheidungen man sich verlassen kann.

Radtour Dietfurter Mühle – Beuron und zurück

Filed under: Fahrrad — bikibike @ 14:19

Bei schönstem Sonnenwetter machte ich mich auf, eine Nachmittagstour im oberen Donautal zu radeln. Zunächst flussaufwärts und nach einer Kaffeepause zurück zur Dietfurter Mühle. Die beeindruckenden Kalksteinfelsen wirkten zusammen mit der Sonne, vielen blühenden Obstbäumen und den gelbblühenden Löwenzahnwiesen umwerfend schön. Meine Pause machte ich an einer plätschernden Quelle, der Weg war immer angenehm befahrbar und das Café Härtl in Beuron verwöhnte mit gutem Kaffee und netter Unterhaltung.

Fazit: wunderbarer Sonnentag in genialer Natur.

6. Mai 2015

Quaaaaak!

Filed under: Uncategorized — bikibike @ 21:05

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5. Mai 2015

Nagoldradweg Nagold – Pforzheim

Filed under: Fahrrad — bikibike @ 18:49

Nach unserer Paddeltour auf der Enz durfte es nun ein bisschen mehr Bewegung für die Beine sein.

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Wir schliefen im Bussi sehr erholsam oberhalb von Vaihingen, fuhren morgens zum Pforzheimer Bahnhof und zuckelten mit dem Regio das Nagoldtal hinauf bis Nagold. Oberhalb soll der Radweg weniger ansprechend und weniger komfortabel zu fahren sein. Die 60 km bis Pforzheim würden uns aber für diesen Tag auch ausreichen.

Am Ende waren wir wenig angestrengt, dafür patschnass von innen wie von außen, waren froh, angekommen zu sein und hatten jede Menge “Grün” optisch inhaliert.

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Der Weg war bis auf ein kleines Stück sehr gut asphaltiert, es gab Raststellen, Biergärten und Bänke. Die Steigungen waren minimal und bei diesem Wetter sonst kaum jemand unterwegs. Auffällig: Die wenigen Radler unterwegs grüßten, solange es regnete. Danach trafen wir nur noch Rennfahrer, die grüßen eh nie.

In Nagold stiegen wir mitten in einer Regenwolke aus dem Zug und zogen erstmal alles isolierende und wasserdichte Equipment an. Missmutig rollten wir hinunter zum Fluss. Ab da wurde es schon netter: guter Weg, gute Ausschilderung, hübscher Bach, jede Menge Natur. Und so ging es erstmal im strömenden Regen weiter, der aber zum Glück langsam nachließ.

In irgendeinem Dorf wurde mir eine Bordsteinkante zum Verhängnis. Nass und glitschig, ich hab mich auf das Abbiegen konzentriert und flutsch, rutschte das Rad weg. Der Klassiker. In Gedanken nur bei den Gelenken drehte ich mich elegant, traf mit der Schulter zuerst auf und rollte mich gekonnt ab. Ähem. Sah wohl gar nicht so spektakulär aus. Schnell war ich auch nicht. Also nix groß passiert: aufstehen, das Krönchen richten, die Außenbereiche abklopfen, blaue Flecken erwarten, fertig.

Mitten auf dem Weg entdeckte ich plötzlich einen wunderhübschen Feuersalamander, genauer die Unterart Salamandra salamandra ssp. terrestris. Wow! Er bewegte sich nicht. Da hier gelegentlich Autos fuhren wollte ich ihn gerne dazu bringen, an den Rand zu laufen. Gaaaaanz langsam stapfte er vorwärts. Und dann wieder zurück. Hm. Am Ende hielt ich ihm ein Plastikschild hin, er stieg darauf und ich setzte ihn einige Meter in der Wiese ab. Gestresst wirkte er nicht. Weder ging er in Abwehrhaltung noch verspritzte er sein Gift.

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Wir radelten durch eine wirklich schöne Gegend: Fachwerkhäuser, kleine Dörfchen, Seitenbäche, kleine Brücken und jede Menge Wald und Wiesen. Neben uns immer die Nagold, die ich interessiert mit Paddleraugen betrachtete.

Hier könnte man heute prima paddeln. Dieser Abschnitt fehlt mir noch und kommt auf die Liste der offenen Rechnungen. Von Hirsau bis Weißenstein sind wir schon gepaddelt.

In Calw konnten wir unter dem Dach eines Eiscafés Pause machen, ab hier tat mir dann doch mehr weh – das Adrenalin hatte nachgelassen.

Und gerade in Hirsau verlässt uns der Regen, wir genießen den schönen Kurpark und den Natur-Spielplatz und entledigen uns voller Optimismus der nassen Klamotten. Nun in Jeans ist es sooo schön zu fahren. Die sind bald auch trocken gepustet und ich fühle mich endlich wie im Frühling. Trotz der abfallenden Höhenmeter wird beim Radeln halt schon Feuchtigkeit produziert, die nun endlich raus kann.

Nun können wir ungenervt die Gegend beschauen und halten immer mal wieder kurz. Am Wehr in Unterreichenbach wird immer noch gebaut. Momentan sieht es so aus:

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Wegen des hohen Wasserstandes ist das Schott geöffnet. Ein geplanter Weg für kleine Boote ist nicht zu erkennen.

Auf der zweiten Weghälfte begegneten uns Vogelfamilien, jede Menge Weinbergschnecken, diverse künstlerische Tiere und Figuren, ein spektakuläres Baumhaus. In Weißenstein begann es wieder zu regnen, wir mussten uns für die letzten 6 Kilometer wirklich nochmal anziehen. Dann trafen wir in Pforzheim auch schon auf die Enz, in die die Nagold mündet.

Fahrräder verladen, in Bietigheim die Boote abholen, zwischendurch was Schnelles zu futtern und ab auf die Autobahn, um zu Hause die Boote abzuladen und den ganzen Krempel wieder auszupacken und aufzuhängen. Wenn das Drumrum nicht wäre wären Ausflüge viel entspannter :-)

Enz von Vaihingen nach Bietigheim

Filed under: Kajak — bikibike @ 14:20
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Eine quasi uralte Verabredung wollte endlich eingelöst werden. Die liebe Auch-Bloggerin Momoseven war eingeladen, mit uns den ruhigen Enzabschnitt ab Vaihingen zu paddeln. Mit 3 Wanderbooten auf dem Dach trafen wir uns am Ausstieg beim Kanuverein Bietigheim, luden Mone ein und fuhren nach Vaihingen. Am Einstieg am Bad sortierten wir in großem Gewusel die Ausrüstung, versorgten Mone mit allem was man im und am Boot so braucht. Mit einer ersten Einführung ging es auf den Fluss. Ruhig und gemütlich floss die Enz trotz ihres ansehnlichen Pegels von 1,60. Das Wasser war trüb, die Natur drumherum quietschgrün, am Ufer tummelte sich jede Menge gefiedertes Leben. Häufig sahen wir begleitete Jungvögel, die uns immer ignorierten. Zum Schloss schoss dann auch ein Eisvogel vor uns her.

Das Wetter hielt durch, es regnete nicht. Sogar die Sonne lugte mal durch.

3 Umtragungen mussten bewältigt werden. Zu dritt konnten wir uns gut gegenseitig helfen, machten immer wieder Pause und nahmen uns viel Zeit. Mone wurde sicherer und wir konnten die Fahrt genießen. Nach Oberriexingen strömte es deutlich. Ein kleiner Fahrfehler brachten Mone zu nah an die Bäume. Der erste -eher ungefährliche- ließ sie durchrutschen, den zweiten wirklich gefährlichen Baum umschiffte sie mit vehementen Rückwärts-Paddelschlägen zum Glück geradeso. Ich konnte aufatmen und mir wurde wieder bewusst, wie schnell es schief gehen könnte. Unsere Begleitung war den ganzen Tag eher dicht und überlegt, einer von uns immer sehr nah an Mones Boot. Trotzdem wäre es an genau dieser Stelle schwierig geworden, mein langes Schiff das Stückchen gegen die Strömung zu bringen, um zu helfen. Der Schatz, der den Rücken sicherte, war in dem Moment noch am Einstieg, 100 m aufwärts.

Der letzte Einstieg, an der Rommelsmühle, war eine Herausforderung. Direkt vor uns lag eine abgesteckte Slalomstrecke, man musste halbwegs konsequent direkt in die Strömung fahren und sich dann mitnehmen lassen ohne die Steine zu treffen. Für eine Anfängerin nicht so ohne. Aber Mone meisterte auch das locker. Dann waren wir auch schon in Bietigheim und packten unsere Sachen.

Ich fuhr nach der Bodensee-Testfahrt die erste richtige Tour mit dem neuen Pakboat. Es muss noch getrimmt werden, fährt sich aber toll, ist wendiger als ich dachte und wirklich schnell. Und ich sitze sooo gut darin. Es hat auch schön Zubehör bekommen. Aber das darf ich erst am Mittwoch erzählen :-)

Die Boote konnten wir netterweise beim Verein lassen, um den Sonntag auf dem Rad zu verbringen. Ganz lieben Dank an die Bietigheimer Paddler. Unkompliziert konnten wir dort parken, landen, Boote lagern und am Ende sogar unter das Dach fahren damit wir nicht im Regen aufladen mussten.

Fränkische Saale von Rossmühle bis Mündung Main: Gemünden

Filed under: Kajak — bikibike @ 14:09
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Bruno vom KC Wertheim lud mich ein, mit ihnen ein Stück Saale zu paddeln. Auf diesem Flüsschen im südlichen Spessart war ich noch nie. Gerne sagte ich zu. Ein passendes Boot hatte ich nicht dabei, bekam also einen T-Canyon ausgeliehen. Er hieß Pink Panther, sah genau so aus und brachte mich problemlos hinunter.

Wir waren ein bunter Haufen: Bruno mit Frau im Zweier, G. auch im T-Canyon, der immer per Klippenstart ins Wasser gelassen wurde, A. im Canadier, M. im großvolumigen Wandereiner.

Wir starteten unterhalb der Roßmühle, einem schönen Campingplatz im Fränkischen. 4 Wehre lagen auf unserem Weg. Befahrbar wären sie alle, erlaubt ist es leider nicht immer. Warum sie gesperrt sind weiß ich nicht. Naturschutz oder Freizeitpaddlerschutz? Wenn wir durften sind wir hinunter gefahren, was für mich inzwischen ein spritziges Vergnügen ist.

Picknickpause gab es natürlich auch und ich zog mein Boot nochmal hinauf, um die Stufe dort nochmal zu fahren. Während des Paddelns blieb es trocken, im Moment der Ankunft begannen es zu tröpfeln. Passt. Wir beendeten die Fahrt in Gemünden am schön gelegenen Kanuverein. Während die Autos geholt wurde konnten wir in der nahen Innenstadt einen Schauer aussitzen und einen Kaffee trinken. Schön war’s!

Jetzt bin ich neugierig geworden, auch den Rest der Fränkischen Saale zu befahren. Start in Neustadt würde sich anbieten. Mal sehen, wann es diese -bereits durchgeplante- Idee in den Kalender schafft.

auf dem Main von Marktheidenfeld nach Wertheim

Filed under: Kajak — bikibike @ 11:43
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Mit den unterfränkischen Kanuten fuhr ich mein erstes Stück Main. Gespannt war ich, wie die Schleusen funktionieren und ob man auch umtragen kann. Der Main ist prima geeignet, um allein ein paar Tage mit dem Kajak zu wandern. Alles ist unkompliziert, die Schleusen arbeiten elektrisch und das Umtragen ist möglich aber nicht leicht. Also alles gut.

Mein persönliches Highlight war es, eine Bekannte aus dem Donautal zu treffen. Das hat mich so sehr gefreut! Wir fuhren dann kurzentschlossen im Zweier, konnten gemütlich quatschen und hatten einen schönen sonnigen Tag.

Mittendrin strömte die ganze Horde auf einen Rastplatz und verputzte das mitgebrachte Picknick. Abends gab es gutes Essen im netten aber lauten Ochsen in Wertheim.

Ruhig und gepflegt übernachten konnte ich wie einige andere im Bussi auf dem Campingplatz beim Kanuverein Wertheim.

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