Biki-Blog

2. November 2016

Rossmühle an der Saale

Filed under: Fahrrad,Kajak,Uncategorized — bikibike @ 14:09

Das erste Mal war ich bei einem Treffen des Outdoorseitenforums. Am Samstag nutzte ich die Gelegenheit, in den Tälern des Mains und der Saale zu radeln. Am Nachmittag machte ich mich auf den kleinen Fußweg zum Wasserfall Tretstein. Er liegt ganz romantisch im Tal des Eidenbachs. Drumherum die bunten Blätter, das kleine Bächlein plätschert bergab und jede Menge Pilze zum Anschauen – hier kann man einen Nachmittag verbringen.

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Unser Camp. Ultra light geht anders 🙂

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Am Sonntag paddelte ich mit StepByStep die Saale hinunter. Wir starteten spät, für eine Turbine war am Vormittag das Wasser abgestellt und die Saale lag fast trocken.

Dann aber rauschte es wieder los und wir konnten uns auf den Weg machen. Uns begleiteten reichlich Eisvögel, Reiher und Enten. Ein Biber zeigte uns per Kellenschlag, wer hier der Chef ist.

Leider kommt meine Kamera mit Gegenlicht nicht mehr zurecht. Das war eine schwache Leistung der Nikon 😦

Am freien Montag bummelte ich nach spätem Start durch den Odenwald nach Hause. Miltenberg überraschte mich mit vielen amerikanischen Touristen, ich verzog mich schnell wieder aus der schönen Altstadt. Beschaulich wurde es auf dem Katzenbuckel. Ich genieße immer sehr, hier zu sein und der Sonne mit Blick auf den Königstuhl beim Verschwinden zuzuschauen.

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16. Oktober 2016

Abpaddeln auf dem Neckar

Filed under: Kajak,Uncategorized — bikibike @ 14:31

Die Neckarsulmer hatten zum Abpaddeln durch Heilbronn eingeladen. Trotz des angekündigten Nebels und der morgendlichen Kühle sammelten sich einige der Hohenloher und natürlich der Neckarsulmer am Bootshaus. Das Umsetzen wurde routiniert organisiert, die Boote verladen und schon ging es los.

In Lauffen sah man den Fluss vor Nebel nicht. Auf dem Wasser musste man dann genau schauen, in welche Richtung man wollte. Von den Weinbergen bei Lauffen sahen wir leider nicht viel. In Heilbronn fuhren wir dann bei strahlender Sonne ein.

In Neckarsulm gab es wie immer eine schöne Pause auf der Sonnenterrasse und umwerfend leckere Kuchen. Dankeschön 🙂

5. Oktober 2016

Verbandsfahrt ins Taubergießen

Filed under: Kajak,Uncategorized — bikibike @ 05:58

Regen – Sonne – Regen und viele Paddler

Die Herbstfahrt des baden-württembergischen Kanuverbandes führte uns ins Taubergießen. Es ist eines meiner Lieblings-Paddelgebiete. Im Taubergießen selbst hatten wir noch Regen. Sonntag und Montag aber wärmte uns die Sonne und wir konnten unsere erste Fahrt auf dem Ottenheimer Mühlbach und der schmalen Waldschlut genießen. Insgesamt teilte sich die große Gruppe täglich auf 4 Strecken auf. Die Ill oberhalb von Straßburg ließen wir aus, die Elz hatte zu wenig Wasser.

Gefreut habe ich mich, nach langer Zeit ganz liebe Bekannte aus SüW zu treffen und noch ein paar neue Paddler kennen zu lernen.

Besonders die Waldschlut hat mir gefallen. So gerade genug Wasser plätscherte durch den tiefgrünen Wald, viele kleine Brücken und umgefallene Bäume zwangen uns zu gymnastischen Übungen, um hindurch zu treiben und an den naturnahen Ausstiegen war gegenseitige Hilfe unerlässlich. Manchmal wollte auch ein selbständiges Kajak schon mal alleine los.

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Dieser schwarze Schwan ist ein ganz Besonderer. Er wohnt am Ottenheimer Mühlbach.

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An jeder Stufe und jeder Brücke findet man dieses Schild. Bei Flutungen ist es wirklich wichtig, sie zu beachten. Manche Brücke oder Schott wird nach unten hin immer niedriger und kann auch mal ein Bad verursachen. An diesem Wochenende waren aber alle Brücken für die meisten unterfahrbar.dscn2135

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26. September 2016

soll ich oder soll ich nicht?

Filed under: Kajak,Uncategorized — bikibike @ 09:59

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Dieser wunderhübsche Grönländer könnte meiner werden…

Ich bin gespannt, ob ich ihn mag wenn ich bald mal mit ihm im Wasser bin. Von außen mag ich ihn sehr!

ein perfektes Wochenende

Filed under: Kajak — bikibike @ 09:25

Bei schönstem Wetter paddelten wir gemeinsam mit einer neu kennengelernten Paddlerin *wink* aus Pforzheim auf 3 Altrheinarmen: Rußheimer, Philippsburger, Lingenfelder. Grob diese Route, diesmal aber mit Start am Bootshaus Huttenheim und durch den Germersheimer Hafen dorthin zurück. Der Pfinzkanal war flach aber fahrbar, wir konnten die flächendeckenden Muscheln betrachten und schauten an hohen Gräsern empor.

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Mittendrin behinderte uns plötzlich ein befestigter Baumstamm. Wir kämpften uns durch den angesammelten Schmodder und die Massen an Wasserlinsen. Aussteigen sah schwierig aus, also kletterte ich auf den Stamm. Mein Kampfgewicht drückte ihn weit genug runter, sodass alle Boote hinübergezogen werden konnten.

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Durch den schmalen Tunnel vom Philippsburger zum Rhein konnten wir paddeln, die Umtragungen waren bei dem niedrigen Wasserstand anstrengend. Wir genossen nach der erfolgreichen Rheinüberquerung die Ruhe auf dem Schäfersee, pausierten am Strand und setzten in den Germersheimer Hafen um. Am Ausstieg bewunderte ich eine sonnenbadende Schildkröte.

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Die zwei Kilometer am Ende den Rhein aufwärts wurden durch das Niedrigwasser vermiest: die Buhnen schauten heraus, durch die Strömung paddeln wurde sehr anstrengend und zahlreicher Schiffsverkehr wühlte das Wasser auf. Irgendwann war es dann geschafft und das Bussi diente als Koch- und Schlafplatz nach einem hübschen Sonnenuntergang hinter dem Rhein.

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Am Sonntag weckte uns ein traumhafter Sonnenaufgang.

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Es fand das herbstliche Abpaddeln der Mannheimer Vereine statt. Gerhard Maier begrüßte die geschätzt 60 Paddlerinnen und Paddler am Bootshaus Hüttenheim. Nach einem Weißwurstfrühstück stürzten sich alle aufs Wasser. Es war schön, in sehr netter Gesellschaft plaudernd die Strömung zu nutzen und die 25 Kilometer hinunter zu schaukeln. Die wiederum häufigen Schiffe verursachten lustigen Wellengang.

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Am Ende wechselte ich in den Ketscher Altrhein und plauderte weiter, nun mit Frauen des Brühler Vereins. Dieser Altrheinarm hat historische Bedeutung: hier war unser erstes Paddeln auf Rheinwasser und auch der, aus dem wir uns das allererste Mal über den großen Rhein trauten.

Der Schatz mutierte zum Shuttlebunny und holte mich in Brühl ab. Es blieb genug Zeit, um schnell die gesamte Ausrüstung zu verräumen, die Waschmaschine anzuschmeißen und den Tag sehr gemütlich und zufrieden auf der sonnigen Terrasse zu beschließen.

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8. Juni 2015

158 km und 7 neue Flussabschnitte: Walchensee, Isar, Ammer, Mangfall, Leitzach

Filed under: Kajak — bikibike @ 02:12

Nach einer holprigen und frustrierenden Urlaubsplanung Venedig, Grado, Soca, einer mehrtägigen Genesungszeit und mehrfacher Startverschiebung fuhr ich wenigstens für ein paar Tage zum Paddeln an die Isar. Wie immer mit Bussi, Boot und Fahrrad traf ich auf dem schlichten Campingplatz Arzbach bei Bad Tölz ein und lernte im Laufe der Woche eine Menge netter Karlsruher Paddler kennen. An einigen ihrer Touren nahm ich teil. An anderen Tagen konnte ich in der Gruppe von Mathias mitfahren, der für die kompetente Paddelseite kajaktour.de verantwortlich ist. Er hat auch Schuld daran, dass ich vor 3 Jahren überhaupt schneller fließendes Wasser kennengelernt habe und mehr wollte: HochrheinAare, Reuss, Thur.

Wieder war dieses Jahr sein Ziel, neue Flüsse bzw. Abschnitte für seine Seite zu dokumentieren, aber auch einfach schöne Paddeltage zu erleben. Diesmal war Wildwasser 2-3 geplant. In wechselnder Zusammensetzung ging es auf die Oberste und Obere Isar, die Ammer, die Mangfall und die Leitzach. Mit den  Karlsruhern paddelte ich verschiedene gemächliche und wunderschöne Isarabschnitte, u.a. auch die Canada-Isar oberhalb des Sylvensteinstausees.

Nun der Reihe nach.

Am ersten Tag fuhr ich an den Walchensee, baute mein neues Pakboat auf und drehte eine Runde auf dem Walchensee. Ein traumhaftes Panorama des verschneiten sonnenbeschienenen Karwendel zauberte mir ein dickes Grinsen ins Gesicht. Genuss pur auf stillem See mit Inselchen, netten Pausenplätzen und anderen Paddlern. Gegen Mittag zog der Wind an, die Wellen kamen schräg und der Spaß war vorbei. Mitten durch die Surfer hindurch suchte ich meinen Weg zurück zum Parkplatz. Das XT verhielt sich vorbildlich: Wirklich kentergefährdet war es nie. nur anstrengend. Nach 20 Kilometern legte ich erschöpft, leicht verbrannt und zufrieden an.

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Besondere Bedeutung für mich hat die Strecke Sylvenstein-Isarburg. Dieses Stück befuhr ich im April 2014 an meinem allerersten Tag mit der grünen Mamba. Inzwischen fühle ich mich viel sicherer und freute mich auf entspanntes Einpaddeln auf dieser Strecke. Einige Kehrwässer und Wellen machten mir Freude, Stress kam nicht auf. Wir trödelten bei schneller Strömung hinunter. An diesem Tag hatten wir viel Wasser. Nach dem Anschauen des Isarkataraktes wollte ich auf die andere Flussseite wechseln. Dabei erfasste mich die Strömung, ich kam nicht dagegen an und sie zog mich auf der falschen Linie ganz links hinunter. Doof. Nach der ersten Stufe kenterte ich in einem großen Loch, stieg aus und schwamm den Rest durch die Wellen hinunter bis ins untenliegende Kehrwasser. Außer einem heftigen Steinkontakt mit dem Steiß ist nichts passiert, aber schön war das nicht. Boot und Paddel blieben freiwillig bei mir, Hilfe durch die beiden Paddelfreunde war zum Glück nicht notwendig.

Die gleiche Strecke, einmal noch weiter bis Bad Tölz, bin ich dann im Laufe der Woche noch zweimal problemlos rechts gefahren. Sylvensteinspeicher-Arzbach-Bad Tölz, km 224-207-201, Pegel Lengries 134/121/107, WW 1-2 (3)

Oberhalb des Sylvensteinstausees schlängelt sich die Isar durch ihr Kiesbett und eine Landschaft, die an Kanada erinnert. Wunderschön, weiße Kiesel, grüne Bäume, türkisgrünes Wasser. In einer recht großen Gruppe genossen wir das tolle Wetter und die geniale Landschaft. Wildwasser gab es hier nicht, dafür lagen jede Menge Bäume in den Kurven, die es zu umschiffen galt.

Wir paddelten diese Strecke bei Pegel Lengries 130, km 248-231

Inhaltlich passt der folgende Abschnitt genau hierher. Im Verlauf der Woche war er allerdings mein absoluter Höhepunkt an den beiden letzten Tagen des Urlaubs: Die Oberste Isar, von Hinterautal nach Scharnitz, knapp unter der Quelle. In Scharnitz ruft man einen Taxibus, der uns und mit einem Anhänger die Boote zum Einstieg transportierte und mit aktuellen Infos versorgte.

Diesen Abschnitt paddelte ich mit der Gruppe um Mathias und fühlte mich gut begleitet und sicher. Die Schwierigkeit lag bei ww 2-3 und damit an meinem obersten Limit.

Landschaftlich ein Traum. Nachdem durch den G7-Gipfel einige andere Bäche nicht erreichbar waren fuhren wir den Abschnitt zweimal. Am ersten Tag von Hinterautal bis Camping Isarhorn, am Folgetag nochmal bis Scharnitz. Die Wiederholung tat mir gut, auch wenn ich dabei an einer Stufe geschwommen bin. In den beiden Katarakten fühlte ich mich beim zweiten Mal sicherer, fand gut die Linie und konnte mir die Landschaft anschauen. Einige angespülte Wände erforderten Konzentration, durch den guten Wasserstand strömte die Isar recht zackig um Ecken und über Steine. Die Strecke begann mit einem Geschlängel durch’s Kiesbett, bald kam der erste Katarakt, der fast gerade befahrbar war. Nach einigen Kurven und wenigen Kehrwassern begann die Schlucht. Hier gab es einen weiteren Katarakt, der mir schwerer vorkam als der erste und in dem ich sehr konsequent und aufmerksam lenken musste. Durch die beeindruckende Schlucht mit ihren hohen Felswänden hindurch wurde es leichter, endete dann an einer Stufe, in der man gut stützen musste, möchte man nicht schwimmen. Ich dagegen landete schnell im Kehrwasser und die netten Mitpaddler fingen meine Mamba wieder ein. Für mich folgte klassisches Flusswandern, wobei ich die schöne Schlucht in Ruhe genießen konnte. Am Ende musste ich noch das Ufer wechseln, was per Seil und Schwimmeinlage meine erste derartige Aktion war. Gut, mit erfahrenen Paddler unterwegs zu sein. Danke! Natürlich revanchierte ich mich nach der Tour mit einem Erfrischungsgetränk. Leichtere Schwälle und Kurven folgten bis Scharnitz. Dort stiegen wir am ersten Tag zur Pause aus und umtrugen ein Blockwurfwehr. Eine ordentliche Streckenbeschreibung kann man bei Mathias auf Kajaktour nachlesen, demnächst sicherlich auch aktualisiert. Die folgenden 10 Kilometer zogen sich. Einige Stufen und ein renaturiertes Wehr unterbrachen das Dahintreiben. An einer der Stufen saßen ein paar junge Polizisten. Kontrollieren wollten sie uns nicht, die Stimmung war locker und urlaubig. Ein Helicopter kam schnurgerade auf uns – das wirkte doch sehr bedrohlich. Am Ende paddelten wir kanalisiert aber, bis auf einige höhere Stufen, leicht durch Mittenwald und kamen nach einer langen Kurve endlich am Campingplatz an.

Wir paddelten die klassische Strecke Oberer Futterstadel – Scharnitz – Isarhorn, km 273,4-265-253,5, WW II u. II-III, Strecke 10+10 km.

Die Anfahrt nach Scharnitz war an beiden Tagen geprägt von Polizeikontrollen, Fahrzeugen und Parkverboten. Während der ganzen Woche wurde ich 5 mal sehr freundlich und korrekt kontrolliert, einmal inklusive Fahrzeugbesichtigung. Der Aufmarsch erschien enorm, die Einheimischen waren sehr genervt, Touristen blieben ihnen aus, der Mittenwalder Zeltplatz war an diesem langen Ferienwochenende quasi leer. Der Taxifahrer hatte keine einzige Wochenend-Vorbuchung, was für ihn eher ungewöhnlich war und natürlich große finanzielle Einbußen bedeutete. Dagegen konnten wir die Feierlichkeiten zu Maria Himmelfahrt ohne Einschränkungen in Scharnitz beobachten.

Letztes Jahr bin ich ja schon einmal die Ammer gepaddelt. Damals sehr unsicher und aufgeregt. Diesmal freute ich mich auf die schöne Schlucht. Wir begannen schon einige Kilometer oberhalb der Scheibum und stiegen bei Unterammergau ein. Bis Altenau paddelten wir auf knapp 5 Kilometern ww 1 mit 3 kleineren Abfällen. Es ging um viele Kurven, man musste auf Baumhindernisse achten und konnte ansonsten eine unspektakuläre grüne waldige Landschaft genießen. Wir paddelten km 176-171,5, ww 1-2, diese Strecke.

Oberhalb Kammerl kann man nicht befahren, wir setzten also um zur Scheibum. Ich schaute mir den Abschnitt an und entschied, bis zu einem Loch, das mir sehr unsympathisch vorkam, zu umtragen.

Durch den Schlitz ging es flott hindurch und schon begann der schwierige Abschnitt mit einigen Stufen und Walzen. Mit viel Konzentration kam ich gut hindurch und konnte mich auf den folgenden Kilometern am Schleierwasserfall und der schönen Schlucht freuen. Unter der Echelsbacher Brücke lagen zwei Bäume quer, die man aber gut umtragen konnte. Am Ende rutschten wir noch lustig das steile Wehr bei Rottenbuch hinunter. Wir paddelten Kammerl – Rottenbucher Brücke 11,7 km WW II (III) km 168,9 – km 157,2, Pegel Peißenberg 83, Durchfluss 13 cm. Die Flussbeschreibung gibt es wieder hier.

Ein spannender Tag ging am Naturfreundehaus Saulgrub zu Ende, wo wir essen und im Bussi bzw. Zelt schlafen konnten.

Zwei für mich ganz neue Flüsse sollten erkundet werden. Die Mangfall ist der Abfluss des Tegernsee, die Leitzach entsteht in Bayrischzell. Beide Flüsse sind sehr hübsch, haben Schwierigkeiten zwischen 1 und 2 und viele Stufen.

Die Mangfall beginnt gleich an der Maxlhütte Mühltal mit vielen vielen Stufen zwischen 20 und 80 Zentimetern. Meist sind sie gut fahrbar und gut einzusehen. Eine habe ich umtragen, die schräg verlief und viel Blubberwasser produzierte. Zwei Bäume lagen ungünstig im Bach, wären aber unterfahrbar gewesen. Das Umtragen ging überall leicht, da rechts ein kleiner Pfad verlief. Eine Kajakschule nutzt den Bach und bahnt dabei die notwendigen Fluchtwege. Nach etwa 3 Kilometern versperrt ein Wehr den Weg. Halbrechts ist es bei Normalwasserstand befahrbar, wenn auch holprig. Achtung auf eine etwaige Walze.

An einem rechts liegenden Forsthaus kann man Lamas (oder Alpackas?) anschauen. Nach etwa 7 Kilometern ändert die Mangfall ihre Fließrichtung und strebt wieder dem Süden zu. In dieser sehr langgezogenen Kurve sprudelt das Wasser noch einmal über größere und kleine Stufen und einen etwas längeren verblockten Abfall, den man bei Unsicherheit vorher anschauen sollte. Vor Unterreit befindet sich links ein guter Ausstieg mit Grillstelle 47.908770, 11.809858. Wir paddelten km 38-29, ww 1-2, diese Strecke. Die Mangfall ist ein kleiner Waldbach mit vielen Spielgelegenheiten und großem Spaßpotential für übende Anfänger.

Die Leitzach bekommt hier ihren Platz als letzter Fluss, der beschrieben wird. Sie war der hübscheste und romantischste der Flüsse dieser Woche. Nicht so spektakulär wie die Oberste Isar. Nicht so schwierig wie ein Katarakt. Nicht so verspielt wie die Mangfall. Am Einstieg konnten wir unter der Brücke am Sägewerk südlich von Point 47.716402, 11.937201 jede Menge Forellen und Saiblinge und neben der Brücke einen Strauch voller Gespinstmotten beobachten. Wir fuhren WW I u. II(+), km 31,5-22,7, diese Strecke.

Der obere Teil ist ein gemütlicher Wiesenbach. Einige kleinere und drei größere Stufen beschäftigten mich gut. Das Wehr Untermühle habe ich bei diesem niedrigen Wasser lieber umtragen, 3 von uns sind über die Fischtreppe hinunter gefahren. Geschrappt hat es darunter noch genug. Danach kam der schönste Teil des Flusses. Das Drachenthal: leicht verblockt, kurvig, zügig, hübsch. Noch ein paar Kilometer zum Genießen und schon waren wir am Wehr bei Wörnsmühl und die Fahrt war vorbei. Infos zum Fluss gibt es hier.

Eingestellt war ich auf eine entspannte Urlaubswoche auf Wanderflüssen. Da ich dann mit Mathias fahren konnte wurde eine spannende und fordernde Woche daraus.

Kilometer

Ein schöner Abschluss meines Wildwasser-Paddeljahres mit gut 800 Kilometern, meist auf wilderem Wasser, war das. Vielleicht gibt es noch ein paar bummelige Flachwassertage.

Denn im August geht es ins Sabbatjahr und die nächsten Paddelkilometer werden erst im Herbst in Thailand stattfinden.

18. Mai 2015

BKV Trainingswochenende in Tamsweg

Filed under: Kajak — bikibike @ 20:19

Nach einem Jahr Wildwasserpaddeln ist es sicher gut, mal einen Kurs zu besuchen. Auch der Bayrische Kanuverband biete solche regelmäßig an, die nette Fürther Paddeltruppe vom Schwarzen Regen hatte mir davon erzählt und ich hatte eine Mitfahrgelegenheit. Passt. Leider war ich das ganze Wochenende nicht wirklich fit und konnte deshalb nur mit halbem Einsatz paddeln.

Wir übernachteten auf dem Waldcamping in Tamsweg, paddelten auf Mur und Taurach. An 3 Tagen war der Wasserstand recht hoch, sodass die Kehrwasser abgesoffen waren und ich mich wegen des Wassertempos und der Wucht meist an meinem Limit befand.

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Moderne Boote wurde eingesetzt, Ausrüstung kontrolliert, die Paddler quatschten sich warm und ließen die Arme kreisen. In meiner Gruppe fuhren noch 2 Mambas. Ist doch ein beliebtes Bootchen.

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Die ersten 3 Tage befuhren wir 2 verschiedene Abschnitte auf der Mur. Am Einstieg in Predlitz wurde geholfen, sodass alle sicher ins Boot kamen. Mit Schwung ging es dann auch schon abwärts.

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Nachdem unsere erste Befahrung ab Predlitz mit Übungsleiter gut lief und noch genug Energie vorhanden war machten wir drei Mädels der Gruppe uns auf, noch eine Spaßrunde dran zu hängen. Das große Grinsen breitete sich aus, als die Sonne raus kam, sich doch noch ein paar Kehrwasser finden ließen und das Wasser spritzte.

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Große Wellen, schnelles Tempo, reichlich Baumbewuchs, wenig Übungsmöglichkeiten kennzeichnete den Abschnitt bis Stadl.

Der Ausstieg war interessant: man konnte wählen zwischen Anfahrt über Welle + Kehrwasser hinter querliegenden Baum und S-Kurve um Welle und Brückenpfeiler + kleine Stufe. Hier übten wir Wurfsackrettung und Schwimmer am Seil.

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Unser Trainer verfuhr sich im Baumverhau ein bisschen. Aber wir konnten ihn retten.

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Den zweiten Tag verbrachten wir bei Regen auf der gleichen Strecke. Für einen zweiten Lauf konnte sich aber niemand motivieren. Kalt und nass raubt die Energie. Dagegen gab’s abends einen Restaurantbesuch.

Tag 3 steigerte die Anforderungen: ww 3-Abschnitte zwischen Madling und Predlitz wollten bewältigt werden.

Den Madlinger Abfall befuhren nur die zwei Könner meiner Gruppe. Hier zeigte sich schon, dass es zwar einfach gehen kann, man aber die Anfahrt zur Stufe gut hinkriegen muss.

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Danach gab es 2 Stellen mit hohen Wellen und 2 verblockte S-Kurven. Eine davon schauten wir uns von der Brücke aus an. Beide konnten wir links befahren. Ich war sehr froh, vor mir eine Linie der Vorfahrer zu sehen, die ich ansteuern musste. Mein dickes Mamba brachte mich gut hinunter – von kontrolliert kann man aber nicht reden. Immerhin kann ich das Bootchen geradeaus halten und halbwegs vehement die Richtung angeben. In den Wellen reagiere ich dann aber nur noch.

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Da ein Paddel bei der Besichtigung gebrochen war tauschte unser Übungsleiter seins und hatte viel Spaß damit, einarmig das letzte S und die verbleibende Strecke zu paddeln. Der kann es eben 🙂

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Am unruhigen und knappen Ausstieg in Predlitz kamen wir geordnet und einzeln an, um sicher von den Übungsleitern empfangen zu werden.

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In dieser schönen Gegend, dem Lungau, hielten wir uns auf. Hier kann man auch prima Radfahren und leichte Wanderungen machen. Ein gemütliches Fleckchen Österreich mit offenherzigen Menschen, das nicht von Paddlern überrollt wird.

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Der letzte Tag brachte den ersehnten Sonnenschein, fallende Pegel und eine wunderschöne Fahrt auf der Taurach/Süd.

Der Einstieg liegt am Flugplatz bei Mauterndorf. Relativ klar und flott lud uns das Wiesenflüsschen ein. Der gesamte Kurs von etwa 30 Leuten befuhr an diesem Abschlusstag den Bach, es gab also eine große gemeinsame Umsetzaktion. Wir trafen als letzte, übungsintensive, Gruppe unterwegs aber keinen mehr.

Der regnerische Eindruck auf den Bildern täuscht. Meine tolle „wasserdichte“ Kamera war von innen beschlagen… Es schien die Sonne zwischen den Wölkchen hindurch 🙂

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Die Taurach ist ein flotter Wiesenbach mit vielen vielen Kehrwassern. Meine Gruppe war hochmotiviert, jedes einzelne zu besuchen. Trainer machte es im blauen Minimystik vor, die Könnerin nach. 3 Abfälle gab es unterwegs, ansonsten perfektes Niveau für mich. Unser Übungsleiter motivierte jagte uns in jedes Kehrwasser und korrigierte geduldig Linie, Haltung, Tempo.

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Kühe und Hühner guckten zu, Blümchen standen am Rand.

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Am Schluss gab es noch ein Hindernis, das ich mir vorher zum Glück nicht angeschaut hatte: ein 7 m hohes Wehr. Befahrbar, ungefährlich, kontrolliert auf Bäume. Aber echt hoch und schnell. Bilder hab ich leider nicht selbst gemacht. Daher hier Bilder von einer anderen Gruppe.

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Zum Überblick hier die gefahrenen Strecken:

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Schön war’s

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13. Mai 2015

Rhein Wangen – Schaffhausen

Filed under: Kajak — bikibike @ 16:42

Das neue XT 15 brauchte Auslauf und so steuerte ich den Hochrhein an. Etwa 25 Kilometer, gute Strömung und 50 nette Fahrradkilometer, um am Ausstieg das Auto zur Verfügung zu haben sollten es werden. Das tolle warme und ruhige Wetter sorgte für gute Laune.

Ich paddelte ab Wangen auf dem breiten Strom, bei Öhningen wurde es durch die schmale Fahrrinne und einige Motorboote ziemlich kabbelig. Stein beeindruckte durch seine Altstadt. Danach blieben der deutliche Wasserzug und gelegentliche Kabbeleien bis Schaffhausen erhalten. Zweimal pausierte ich am Ufer und verputzte mein Picknick. Eigentlich wollte ich am Strandbad Gailingen essen, aber dort war viel viel Trubel. Also weiter, eine ruhige Bucht war schnell gefunden. In Schaffhausen kann man am Kanuclub gut aussteigen. Ich hielt schon 350 m zuvor, denn dort hatte ich am Gasbehälter kostenlos parken können.

Den Abend verbrachte ich am Rheinfall. Über den Radweg auf der Südseite kommt man nach wenigen Kilometern zum Schloss Laufen. Ab 18.00 sind alle Eintrittsschranken offen und man kann die Treppen hinunter zum Fall gehen. Im Sonnenuntergang genoss ich das donnernde Rauschen des Wasser und radelte in der Dämmerung zurück nach Schaffhausen. Der Parkplatz am Gasbehälter bot auch einen ruhigen Schlafplatz im Bussi.

Und nun könnt ihr Bilder genießen:

12. Mai 2015

Ardeche? Nein, obere Donau!

Filed under: Kajak — bikibike @ 16:18

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Endlich bot sich die Möglichkeit, auf der oberen Donau zu paddeln. Jede Menge Vorschriften begrenzen den Spaß, sich damit auseinander zu setzen. Nun gab es einen Verein, der noch angemeldete Plätze frei hatte und ich konnte mit. Übernachtet wurde in der Dietfurter Mühle. Ein empfehlenswertes Restaurant mit Gästezimmern.

Normalerweise verhindert ein zu niedriger Pegel die Fahrt auf der Donau. Nach dem reichlichen Regen der letzten 2 Wochen stand er zu Wochenbeginn bei über 200 cm. Der Pegel Beuron fiel zu unserem Start auf akzeptable 150 für die Strecke Hundersingen – Zwiefaltendorf und am Tag danach 143 für Hausen – Laiz. Fahrbar. Die Gruppe hatte natürlich alle erforderlichen Genehmigungen.

Hundersingen – Zwiefaltendorf

Es begann zackig mit einer schnellen Schnelle unter der Brücke von Hundersingen, die zuvor ausgiebig betrachtet wurde. Die Mitte war gut fahrbar aber man sollte steuern können und Wellen mögen.

Der Fluss schlängelte zunächst ruhig aber schnell durch das breite Tal. Dann wurde das Flussbett schmal und beidseitig wuchsen durchgängig überhängende Bäume. Einige Schwellen und Stufen waren völlig abgesoffen, übrig blieben unangenehme Pilze und Verschneidungen. Eine davon brachte kurz vor Riedlingen das Boot einer Mitpaddlerin zum Kentern, die leider an letzter Stelle der Gruppe gepaddelt hatte. Das hohe Wassertempo führte dazu, dass sie nach dem Unterwasser-Ausstieg in den dichten Baumbewuchs getrieben wurde, sich aber zum Glück selbst befreien konnte. Mühsam war es, danach das Material einzufangen und bergen. Der Schreck saß ihr heftig in den Gliedern, sie brach die Fahrt ab und verbrachte mit ihrem Mann einen sonnigen Nachmittag in Riedlingen.

Wir anderen rutschten das Riedlinger Wehr hinunter und konzentrierten uns für die restlichen Kilometer bis Zwiefalten auf das unruhige Wasser. Im Süden konnten wir den Heiligen Berg Oberschwabens erkennen, den Bussen. Ziemlich plötzlich tauchte unser Ziel auf: das Schloss Zwiefaltendorf mit seiner eigentlich schönen, diesmal aber schlammigen Ausstiegsstelle. Nach kurzem Weg über die Brücke ließen wir uns direkt über der Zwiefalter Ach im Biergarten der Brauerei Blank nieder und stillten unseren Durst. Der Tag war komplett trocken und sonnig geblieben, darüber haben wir uns sehr gefreut. Auf der Rückfahrt sammelten wir unsere Abbrüchler samt ihrer Boote ein und beschlossen den Abend mit leckerem Essen und gemütlichem Sitzen an der Dietfurter Mühle.

Tag 2 führte uns von Hausen nach Laiz, einem Teil des Donaudurchbruchs bei Beuron. Graue Wolken und wechselhafter Wind kündigten ein spannendes Wetter für diesen Tag an. Zunächst blieb es trocken und nett. Wir warteten auf die Umsetzer zusammen mit einer Jugendgruppe und konnten dabei ein Wetterschauspiel über Schloss Werenwag betrachten. Die Schafe dagegen waren nur am strahlend grünen Gras interessiert. Der Flussverlauf war deutlich ruhiger als am Vortag, der Fluss blieb offener und hatte weniger unruhige Strudel. Mit dem kurzen Mamba war das deutlich entspannter und ich musste weniger korrigieren. Es gab viel zu sehen auf diesem Stück: hohe Felsen und Felsnadeln, kleine Stromschnellen, Reiher, Bachstelzen, Wasseramseln, Biberspuren, kleine Burgen und eine Karstquelle im Bach. Ein bisschen fühlte ich mich wie an der Ardéche. Nach kurzer Zeit rotteten sich die grauen Wolken zu einem kurzen aber heftigen Schauer zusammen. Das hieß: Kapuzen hoch, rausgrinsen, weiterpaddeln. Die Wehre konnten wir alle befahren, was zum Teil zu heftigem Wassereinbruch in die Wanderjacken bedeutete. Aber die Lufttemperatur blieb hoch, wir ließen die Vesperpause aus und konnten uns an der Dietfurter Mühle trockenlegen. Ein Schild am Uferrand blieb mir völlig unlogisch: Paddler sollen sich ruhig verhalten. Gerade beim Lesen ratterte ohrenbetäubend ein Güterzug über unsere Köpfe. Ne, klar, die lärmenden Paddler sind da wesentlich lauter.

Danach kam der landschaftlich wunderschöne Teil um Inzigkofen. Wieder paddelten wir unter hohen Kalksteinfelsen, unter anderem dem Amalienfelsen. Bald danach kam auch schon Laiz in Sicht, wo uns die Autos erwarteten. Es blieb noch genug Zeit, um nach der Dusche in der Sonne zu sitzen und einen gemütlichen Kaffee zu genießen.

Es war schön, mal wieder mit einer neuen Gruppe zu paddeln, einen neuen Flussabschnitt kennen zu lernen und das ganze mit einem erfahrenen Fahrtenleiter, auf dessen Entscheidungen man sich verlassen kann.

5. Mai 2015

Enz von Vaihingen nach Bietigheim

Filed under: Kajak — bikibike @ 14:20
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Eine quasi uralte Verabredung wollte endlich eingelöst werden. Die liebe Auch-Bloggerin Momoseven war eingeladen, mit uns den ruhigen Enzabschnitt ab Vaihingen zu paddeln. Mit 3 Wanderbooten auf dem Dach trafen wir uns am Ausstieg beim Kanuverein Bietigheim, luden Mone ein und fuhren nach Vaihingen. Am Einstieg am Bad sortierten wir in großem Gewusel die Ausrüstung, versorgten Mone mit allem was man im und am Boot so braucht. Mit einer ersten Einführung ging es auf den Fluss. Ruhig und gemütlich floss die Enz trotz ihres ansehnlichen Pegels von 1,60. Das Wasser war trüb, die Natur drumherum quietschgrün, am Ufer tummelte sich jede Menge gefiedertes Leben. Häufig sahen wir begleitete Jungvögel, die uns immer ignorierten. Zum Schloss schoss dann auch ein Eisvogel vor uns her.

Das Wetter hielt durch, es regnete nicht. Sogar die Sonne lugte mal durch.

3 Umtragungen mussten bewältigt werden. Zu dritt konnten wir uns gut gegenseitig helfen, machten immer wieder Pause und nahmen uns viel Zeit. Mone wurde sicherer und wir konnten die Fahrt genießen. Nach Oberriexingen strömte es deutlich. Ein kleiner Fahrfehler brachten Mone zu nah an die Bäume. Der erste -eher ungefährliche- ließ sie durchrutschen, den zweiten wirklich gefährlichen Baum umschiffte sie mit vehementen Rückwärts-Paddelschlägen zum Glück geradeso. Ich konnte aufatmen und mir wurde wieder bewusst, wie schnell es schief gehen könnte. Unsere Begleitung war den ganzen Tag eher dicht und überlegt, einer von uns immer sehr nah an Mones Boot. Trotzdem wäre es an genau dieser Stelle schwierig geworden, mein langes Schiff das Stückchen gegen die Strömung zu bringen, um zu helfen. Der Schatz, der den Rücken sicherte, war in dem Moment noch am Einstieg, 100 m aufwärts.

Der letzte Einstieg, an der Rommelsmühle, war eine Herausforderung. Direkt vor uns lag eine abgesteckte Slalomstrecke, man musste halbwegs konsequent direkt in die Strömung fahren und sich dann mitnehmen lassen ohne die Steine zu treffen. Für eine Anfängerin nicht so ohne. Aber Mone meisterte auch das locker. Dann waren wir auch schon in Bietigheim und packten unsere Sachen.

Ich fuhr nach der Bodensee-Testfahrt die erste richtige Tour mit dem neuen Pakboat. Es muss noch getrimmt werden, fährt sich aber toll, ist wendiger als ich dachte und wirklich schnell. Und ich sitze sooo gut darin. Es hat auch schön Zubehör bekommen. Aber das darf ich erst am Mittwoch erzählen 🙂

Die Boote konnten wir netterweise beim Verein lassen, um den Sonntag auf dem Rad zu verbringen. Ganz lieben Dank an die Bietigheimer Paddler. Unkompliziert konnten wir dort parken, landen, Boote lagern und am Ende sogar unter das Dach fahren damit wir nicht im Regen aufladen mussten.

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