Biki-Blog

29. April 2016

der Umbau geht weiter

Filed under: Auto — bikibike @ 18:39

Nach 9 Monaten Stillstand am Nirvana ging es nun für zwei Tage weiter mit dem Aus- und Einbau. Große Dinge waren nicht mehr zu tun. Kleine dafür umso mehr.

Lastenheft:

  • Wohnmobil für 1 Woche Altes Land, 6 Wochen Norwegen und 4 Wochen Schweden, dazwischen jeweils Standzeiten während ich eine 3wöchige Paddeltour bzw. eine Grönlandreise mache
  • Schlafen, Wohnen, Kochen, Fahren 1 Person
  • Ausrüstung für Faltbootpaddeln und Fahrradfahren unterbringen
  • relativ viele Lebensmittel für Norwegen unterbringen
  • möglichst einfacher und schneller Umbau
  • keine Kistenheberei innerhalb des Wohnraumes
  • Fahrrad und Boot müssen für längere Standzeiten komplett ins Auto

Entfernt habe ich die hintere Deckenverkleidung. Nun habe ich jede Menge Befestigungspunkte und ein bisschen Kopffreiheit gewonnen. Die fehlende Isolierung wird mich nicht stören.

Folgende Arbeiten an der Nähmaschine sind erledigt, die Matratze hat ein liebes Helferlein bezogen.

  • Matratzenbezüge für 3 teilige Schaummatratze
  • schwarze Fensterverdunkelung rundum, befestigt mit Magneten
  • Heckzelt aus Zeltstoff + Magnete

Ausgetauscht habe ich die Boxen. Nun sind es 4 Euroboxen 40x60x32, von denen zwei perfekt quer nebeneinander passen. Der Platzbedarf erfordert vier Boxen. Sonst krieg ich die Paddelausrüstung, Boot und die Lebensmittel nicht unter. Norwegen ist teuer. Sie werden nicht verschraubt, müssen flexibel bleiben. Wenn das Fahrrad drin steht werden sie auf das Bett gestellt.

Inhalt

  1. Küchenutensilien
  2. Lebensmittel
  3. Paddelklamotten
  4. Dreckzeug, Heckzelt, Schuhe, …

Kochsituation, wird ergänzt mit Stuhl und Heckzelt:

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dahinter Gasflasche und Wasserkanister:

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alles gepackt, fahrfertig, nur noch verzurren

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Für das Bett habe ich einen Bügel biegen lassen, der die Nackenstütze des Beifahrers ersetzt. Dort werden die Gurte für das Bettbrett eingehangen. Der Sitz kann nun während der Fahrt gedreht bleiben, die Nackenstütze ist nicht mehr im Weg beim Blick nach rechts.

Die große Schublade ist 20 cm ausgezogen, sodass sich die Liegefläche der Matratze von 70 cm ergibt.

Schlafen:

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Wohnen und Sitzen

Schublade rein, das Bettbrett wird zum Tisch, die Matratze gefaltet zum Sitz, die Füße stehen genau vor der Heizung

Bei Besuch wird der Fahrersitz gedreht. Oder vielleicht mag ich es später anders und sitze auch lieber auf dem Fahrersitz. Dann gibt es noch mehr Platz im Wohnraum.

Ein kleiner Gaskocher kann auf dem Brett heißes Wasser machen.

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Die Fahrstellung

  • große Schublade einschieben
  • Bettbrett auf die weiße Kiste, darauf die große Matratze
  • kleine Matratze gefaltet als Sicherung der Schubläden vor die Kommode
  • Beifahrer kann gedreht bleiben
  • Pausenplatz auf der Kommode bleibt erhalten

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Die zwei „Stäbe“ vorn sind die beiden Paddel, 220 cm lang. Zum Glück passen die dort hin und  müssen nicht an die Decke.

Alle Klamotten, Lebensmittel und Ausrüstung sind im Bussi verstaut. Der Fahrradträger kommt noch dran und das Fahrrad drauf.

Der Countdown läuft.

27. Juli 2015

der Bussiausbau geht weiter

Filed under: Auto — bikibike @ 09:33

Mein Sabbatjahr beginnt in 2 Wochen. Den ersten Teil verbringe ich in Asien, den zweiten werde ich im Bussi wohnen. Also braucht es einen grundlegenden Ausbau, mit dem ich längere Zeit halbwegs komfortabel unterwegs sein kann. Verschiedene Ideen entwickeln sich schon seit Längerem, nun sollten sie umgesetzt werden.

Das Ziel: Schlafen und wohnen sowohl im warmen Süden wie auch im kühlen Skandinavien, viel Platz für Freizeitausrüstung, wenig Umbauaufwand vom Fahren zum Schlafen, geringer Komfort beim Kochen, sehr großer Komfort beim Schlafen, Fahrrad und Boot müssen mit, ww-Boot muss zum Fahren innen rein passen, geringer Aufwand beim Ausbau, keine spitzen Teile hinter dem Fahrersitz (Crashgefahr), Beifahrer muss mitfahren können.

Gebaut haben wir insgesamt etwa 5 Tage mit simpelster Ausstattung: Werkzeugkasten, Kreissäge, Bohrmaschine und geringen Kosten: etwa 200,- für alles. Dazu noch diverse Abende Grübeln und Recherchieren.

Investiert wurde im Laufe der letzten 2 Jahre in eine Standheizung, eine Zweitbatterie, eine richtige Matratze + Bezugsstoff, ein Kompressor-Kühlfach, ein Heck-Fahrradträger und eine mobile Toilette.

Zunächst mal entfernte ich einige der Verkleidungsteile, um später Bohrungen zu nutzen und Magnete anbringen zu können. Dann wurde ein fester Boden aus einer Siebdruckplatte zugeschnitten und eingepasst.

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ein klappbarer Heckträger wurde geschnappt und 2 Kleinmöbel günstig eingekauft

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Das Waeco-Kühlfach passt exakt hinter den gedrehten Beifahrersitz, dahinter eine große Schubladentruhe mit Namen STUVA. Ein eingehängtes Brett verlängert die Truhe zur Schlaffläche 180 x 65. 15 cm ausgezogen und durch ein Brettchen unterstützt wird auch die Truhe 65 cm breit. Da passt die 70er Matratze prima drauf. Die 3-geteilte Matratze (90-45-45) bekommt noch einen hübschen Bezug.

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Der Einstieg ins Wohnland führt durch die Schiebetür hinter dem Fahrersitz. Hier bläst auch die Standheizung ins Innere und man sieht das Kühlfach.

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Und so sieht die Schlafstellung aus. Rechts schlafen und kühlen sowie in der großen Truhe sämtliche Freizeitausrüstung wie Zelt, Paddel- und Fahrradsachen verstauen. Darüber optional ein Moskitonetz, magnetisch befestigt.

Links auf dem gedrehten Fahrersitz wohnen, lesen, Füße gewärmt bekommen. Links hinten die große Schubladentruhe Brimnes fasst alles, was es an Bekleidung, Unterhaltung und Krimskrams gibt.

Im Heck die Küche und das Bad: 2 große Boxen, darauf kommt der Kocher, ins Eck die Gasflasche, hinter die Kommode gefaltet Tisch und Stuhl. Gekocht wird ausschließlich draußen. Dafür gibt es ein selbstgenähtes Heckzelt mit Magneten.

Rechts das Bad: Toilette, auch zum Rausstellen, Kanister und Waschschüssel, Solardusche kommt zum Aufheizen an den Dachträger, Duschschlauch daran angeschlossen.

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In Fahrposition ist das Bett zusammengeschoben, dann passt vorne ein Mitfahrer hinein oder 2 können abends auf den Sitzen sitzen. Die Truhe schiebt sich zusammen, so passen die Matratzenteile dazwischen. Sie können zur Abendgestaltung aber auch auf dem Bettbrett liegen bleiben, dann ist der 30cm-Durchgang nach hinten frei.

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Irgendwie sieht es momentan eher wie ein Möbeltransport aus. Die Wohnlichkeit kommt erst noch: Gardinen, Bezüge, die weißen Wände bekommen Farbe, Unordnung.

Befestigt sind die großen Möbel mit stabilen Winkeln von den verstärkten Rückwänden zu den Radkästen und mit großen Winkeln an der Bodenplatte. Boxen, Matratze, Gas und Toilette sollen mobil bleiben und bekommen Gurte.

Jetzt bleibt das Bussi erstmal stehen. Nächstes Jahr gibt es vermutlich ein Probewohnen in Frankreich und dann geht es für mehrere Monate auf große Fahrt nach Skandinavien 🙂

19. April 2015

Bussi wird zum 10sitzer oder „Blau passt in Blau“

Filed under: Auto — bikibike @ 14:26

Ein dunkelblaues 6sitzer-Sofa mit Schlaf-Funktion + Sessel + großer Hocker + 2 Personen+ diverse Umzugskartons mussten von Viersen zu mir nach Hause transportiert werden. 10 Sitze also…

Für das Bussi eine Herausforderung, die nur bewältigt werden konnte, indem ein Sitz auf das Dach verlagert wurde. Der Rest passte wirklich rein. Was soll ich sagen? Ich liebe das Bussi 🙂

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13. April 2015

Bussi trifft Reh

Filed under: Auto — bikibike @ 19:38

Ein paar Schrammen hat der Nissan ja schon vom alltäglichen Gebrauch: Ästchen von schmalen Feldwegfahrten, Abriebstellen von abgerutschten Booten und leider einen langen Kratzer von einem unaufmerksamen Campingnachbarn. Nun hat er seine ersten richtigen Beulen im Blech Brüche im Plastik bekommen.

Ein übermütiges Reh wollte es mit der Nissan-Front aufnehmen und hat verloren. Im Bayrischen Wald auf kleiner Straße hoppste es einfach aus dem Graben. Es sieht gar nicht so schlimm aus, aber die Frontschürze, die dreieckige Blende, der Radkasten und das Scheinwerfergehäuse sind abgerissen.

Danach kam das normale Programm: Polizei anrufen, Polizeidienststelle aufsuchen, Protokoll schreiben. Das Ganze unter Zeitdruck – bei mir, nicht bei der Polizistin. Auf die Minute hab ich es gerade noch zu meiner Paddelverabredung am Schwarzen Regen geschafft. Frühstück und Kaffee fielen leider aus.

Später Autonase verpflastern, Versicherung informieren, Werkstatttermin machen. Mal sehen, wie schnell Nissan mit der Ersatzteillieferung ist.

Positiver Nebeneffekt: ich fühle mich weiterhin recht sicher im Bussi. Das Auto hat sich beim Zusammenprall kein bisschen gerührt, das Reh hat es nicht ansatzweise auf die Motorhaube geschafft. Die Schrankwand-Front des Bussis schützt die Insassen wohl ganz gut.

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8. Februar 2015

Bericht vom Sommerurlaub 2014 fertig

Filed under: Auto,Fahrrad,Hüft-TEP,Moped — bikibike @ 17:06

Moped, Bussi und Fahrräder waren in der Provence dabei. Endlich ist es geschafft: der Reisebericht „Einmal quer durch die Provence“ ist online.

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27. Juli 2014

Urlaubsvorbereitungen

Filed under: Ausrüstung,Auto,Kajak — bikibike @ 10:45

Unser Ziel steht schon lange fest: endlich wird der Schatz die Provence erleben können. Es wird warm, gemütlich und kulinarisch werden.

Hach ja: mit regionalem Käse, Tomaten, Rucola, Schinken, Tapanade, Rotwein nach einer Wildwasser- oder Fahrrad-Tour am Bach sitzen und den Forellen zuschauen …

DER Wehrmutstropfen: die DRZ steht urlaubsreif vor der Tür, die Provence ist ein Traum-Kurven-Land und wir wollten in die Schluchten, zu den Adlerhorstdörfern über der Riviera, rund um den Verdon und natürlich über die Pässe der französischen Alpen fahren. Nun wird sie in der Garage stehen bleiben. Ich kann nicht mehr als 15 min schmerzfrei drauf sitzen, das macht keinen Sinn.
Statt ihrer werden unsere 2 Fahrräder mit kommen. Schatz reist ja mit der Alp an und an guten Tagen fahren wir ’ne Runde.

Der Plan für die nächsten Wochen also:

  • Wildwasser auf der Durance
  • Kurven, Schluchten und Berge rund um Castellane
  • Meer, Pferde, Kultur und Dörfer bei Avignon und in der Camarque

Da wir Räder, Moped, Boote und Auto dabei haben sollte es nicht langweilig werden…

Bis später also!

5. Mai 2014

das Bussi entwickelt sich: windowsocks und Drehsitze

Filed under: Auto — bikibike @ 19:17

Nachdem ein größerer Schlafausbau des Bussis zurück gestellt ist und die vorhandene Packversion bei der letzten Tour für gut befunden wurde war der nächste Entwicklungsschritt dran: Drehsitze einbauen und windowsocks nähen.

Der Einbau der Drehsitze verlangte ein bisschen Ausdauer, war aber kein Problem. Geliefert von zooom, in erwartet guter Qualität und mit Einbauanleitung brauchten wir nur Schritt für Schritt abarbeiten. Und irgendwann war’s fertig.

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Blick ins Wohnzimmer:

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Da ich dieses Wochenende arbeits- und freizeitunfähig rumhing war Nähen eine gute Alternative: da muss man nicht laufen und reden auch nicht…

Window-Socks sollten es werden. Fliegengitter und Gummilitze, über die vorderen Fenster gestülpt, werden im Sommer alles Flieggetier vom Autoinneren fernhalten. So können abends und nachts die Fenster unten gelassen werden und es kann genug Luft rein kommen. Auch zum Schlafen mit Moped drin fühlt sich so eine Frischluftzufuhr irgendwie sicherer an obwohl tatsächlich keinerlei Benzingeruch erkennbar ist.

Also zuerst Schablone basteln, dann auf dem Fliegengitter anzeichnen, Gummlitze zwischen die beiden Lagen und losnähen. Ja, wenn nicht der Transporterfuß durchrutschen würde, der Faden im Spulchen leer wäre, der Oberfaden reißen, das Ganze sich immer wieder verknäueln, das Fliegengitter furchtbar rutschig immer wieder flüchten würde, … Irgendwann war ich dann fertig. Sah gar nicht schlecht aus, passte auch passabel. Die Litze läuft als Nahtband rundum, dadurch wird es stabiler. Die Naht des Fliegengitters wär mir sonst zu labberig geworden.

Bin recht zufrieden mit dem Ergebnis. Handwerklich nicht schön, aber passt und hält die Viecher ab.

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Anprobe rechts: wird noch gekürzt und gestrafft

und links ist schon fertig:

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2 fertige windowsocks für Nissan NV 200 Evalia

Benötigte Materialien

  • 2 x Fliegengitter schwarz für Fenster 130×150 reicht genau, seltsamerweise war eine Ausgabe recht weich und deutlich dehnbarer, das andere eher steif. Mal sehen, was besser hält. Das weiche nähte sich schlechter, sieht aber nun besser und passgenauer aus.
  • Gummilitze 3 mm, weiß (weil’s halt da war), neu kaufen würde ich schwarz
  • ’ne Menge schwarzes Garn
  • Nähmaschine, die auch elastische Naht kann

Ich lass den Spiegel draußen, hab unten drunter die Gummi-Enden etwas länger gelassen zum Verknoten unterm Spiegel, dann wird es gut dicht. Bei Regenwetter kommt ein Stück Zeltplane oben drüber, dann kann auch da das Fenster auf bleiben.

 

Und der sonstige Ausbau?

Der Schatz hat mir ’n Klo Campingtoilette gekauft :-), das freut mich! Gab’s grad günstig beim Discounter.

Und die Gasfrage haben wir zugunsten der langfristigen Versorgung gelöst: es wird eine 5 l – Propangasflasche mit 50 mbar Druckminderer. Dazu kommen ein zweiflammiger Kocher und ein  entsprechender kleiner Aufsteckstrahler (später, für Island). Ein Platz für die Flasche ist angedacht, muss dann erprobt werden. Wir sind leidenschaftliche Selbstversorger, keine Gelegenheitskocher. Daher haben wir uns für Propan (viel viel günstiger, dafür unpraktischere Flasche, überall erhältlich) entschieden – gegen das schicke Campinggaz, das uns zu viel kosten würde aber eben kleiner und praktischer verstaubar ist.

Das schnuckelige Bussi entwickelt sich 🙂

30. April 2014

Zentralmassiv Ardèchepaddeln Ostern 2014

Filed under: Auto,Kajak,Moped — bikibike @ 08:37

DRZ 400, Mamba 8.1, Alpacka Raft und Nissan NV 200. Minimalistisch reisen geht anders. Mit Vollausstattung nach Frankreich. Zum österlichen Moped- und Paddelurlaub mach ich das.

Nachdem ich letztes Jahr fast alle Touren hier mit dem Raft gepaddelt hatte war also nun die neue Mamba dabei. Das Raft natürlich vorsichtshalber auch, aber es blieb eingepackt (gell, Jens ;-)).

Der Wasserstand blieb leider so sehr niedrig wie er bei der Anreise war. Einerseits war das schlecht weil nicht viele Abschnitte paddelbar waren und wir doch öfters geschrappt oder getreidelt haben. Andererseits war das für mich toll, da keinerlei Wucht da war, die Unterspülungen kaum vorhanden weil über Wasser und die angeströmten Felsen harmlos waren. Ich konnte also relativ angstfrei alle Strecken paddeln. 2 Kenterungen wegen Unfähigkeit sorgten für je ein kurzes Bad. Ausstieg problemlos, Boot einfangen ebenso.

Ein paar entspannte Mopedtouren an den paddelfreien Tagen waren schön. In die Berge ganz hoch bin ich nicht gefahren, das war einfach zu kalt. Aber in halbe Höhe ließ sich schön in den Tälern bummeln und in der Sonne liegen. Verkehr war fast keiner unterwegs, der einzige LKW auf einspuriger Strecke kam natürlich in einer Kurve entgegen, der Fahrer war genauso überrascht wie ich. Zum Glück hat die Reaktionszeit gerade so ausgereicht. Auch auf der Schluchtstrecke war nicht viel los. Die Ziegen lagen wieder herum, ich musste an jedem Aussichtspunkt halten und runtergucken und in St. Martin gab’s lecker Kaffee am Ardècheufer.

An 3 Tagen habe ich allein bzw. mit der Paddelgruppe Höhlen angeschaut. Gefunden haben  wir sie immer nur durch Tipps von Gruppenmitgliedern oder Hinweisen von Zeltplatzmitbewohnern. Sehr spannend, mit Lampe, Ersatzlampe, Helm und Stiefeln in ein schwarzes Loch zu kriechen. In der Gruppe macht das Spaß, allein war ich eher zurückhaltend und sehr vorsichtig. Immer muss man durch kleine Löcher kriechen, irgendwann öffnet sie sich und wird zum Dome, in dem man sich orientieren und merken muss, wo der Ausgang ist. Wirklich gefährlich erschien mir keine. Tropfsteine und Ablagerungen fanden wir immer, alte Zeichnungen nicht. Das älteste Gekritzel war von 1880.

Fazit nach 2 Wochen 

Paddeln

  • 3 x  Ardèche Pont d‘ Arc – Sauze
  • 3 x Ardèche Balazuc-Lanas – Ruoms davon 1 x inkl. Mühlenwehr bis Chapouliere
  • 3 x untere Beaume bis Chapouliere
  • 2 x Ardèche Slalomstrecke bis Pont d‘ Arc

Mopedtouren

  • 2 x rund um die große Schlucht
  • 2  x in die Berge: Chassezactal, Ibietal, Mini- und Weinwege
  • diverse kurze Touren um die umliegenden Dörfer

Höhlenbesichtigungen – keine geführten, ausschließlich auf eigene Faust mit Helm und Lampen:

  • an der Beaume: anstrengend, schmutzigmachend, sehr schmale Durchlässe, eigentlich besser mit Guide, schöne Tropfsteine
  • an der Ibie: unkompliziert, große Dome, über eine Stunde und sehr sehr schöne Tropfsteine, leider keine Fledermäuse sichtbar
  • in der Nähe der combes de poucholle: einfach, mit kleinem See und Quelle, sehr schwer zu finden

Den vollständigen Bericht mit vielen Bildern gibt es hier.

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28. Februar 2014

unterwegs nach Hamburg

Filed under: Auto,Kajak — bikibike @ 08:49

Zuerst mache ich Station in Kreuztal bei Panny, der vor Kurzem von seiner Motorrad-Weltreise zurück gekommen ist.

Danach freu ich mich auf Hamburgs schöne Häuser, die Alster und die Elbe, Streifzüge durch den Hafen, die frische Luft, 2-3 Paddeltouren in neuem Revier und gemütliche Abende in der passenden Gastronomie. 

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24. November 2013

Campingausbau NV 200 – jetzt geht’s lohos!

Filed under: Auto — bikibike @ 21:38

Die Anforderungen an den Ausbau

  • max. 2 Personen
  • wechselnd 1 oder 2 Schläfer
  • 2 Personen + Anhänger mit Mopeds
  • oder 1 Schläfer mit Motorradtransport
  • Liegelänge mind. 190
  • wenig Aus-/Einbau zwischendurch erlaubt, Tragenmüssen der Einbauten ist schlecht
  • Drehsitze + Kochplatz für morgendliches Frühstück innen
  • Hauptziel: lange Reise mit Moped nach Island, alles muss drinnen möglich sein…
  • günstige Heiz- und Kochmöglicheit – Gas?
  • Alltag: Fahrrad rein + Einkauf + täglicher Arbeitsweg 50 km

die ersten Varianten, die wir entwickelten

  • schlafen unten, Gepäck oben: ist wärmer, kuscheliger, besseres Sitzen, Platz für die Füße vor den Drehsitzen – aber: schwierig umzusetzen um flexibel zu bleiben, für 2 Personen quasi nicht machbar, Gepäckplatz reicht nicht, es kann was runter fallen, zu breit neben dem Moped, Schwerpunkt zu hoch, evtl. für Island dann aber doch besser (nur 1 Person)
  • ausziehbares und teleskopierendes Gestell aus Aluprofilen bauen: gut planbar, nicht zu teuer, leicht, bauen macht Spaß – aber: nicht klappbar, nicht gut zu bearbeiten um zu ändern, ein Teil = unflexibler
  • schlafen auf IKE*-Truhen: schlicht, günstig, Gepäckplatz mit Belüftung – aber: nicht umbaubar, immer rein und raus heben, wenig bearbeitbar
  • mehrere Tische in jeweils unterschiedlicher Anordnung + Rollroste: einfach und unkompliziert, stabil, selbst anpass- und bearbeitbar – aber: nicht schnell während der Reise und zwischendurch je nach Bedarf  anpassbar auf 1 oder 2 Personen / Motorrad, Tische sind schwer zu heben

Einwurf: 4 Stunden IKE* am Samstag, ohne irgendetwas (auch keine Teelichter!) zu kaufen – nicht schlecht, oder? Dafür lag ich dort unter Tischen, auf Tischen, schob mehrere zusammen, vermisste die Plastik-Weingläser, widerstand den Elchen. Natürlich gab’s abends Köttbullar 🙂

  • Rahmen mit ausziehbaren Rollrosten in 3 Teilen (Fuß-/Mittel-/Kopfteil), oben und unten klappbar, geteilte Matratzen: es wird komplizierter… sehr flexibel, leicht umbaubar ohne Räumerei, unterwegs leicht umbaubar, nichts muss rausgeräumt werden für’s Soloreisen, durch Holz gut anpassbar falls was nicht so gut funktioniert, aber: muss perfekt durchdacht sein, ziemlich kompliziert, Fallen lauern.

Bettausbau

Der obere Teil (hinterm Fahrersitz) steht in 3 Teilen selbst, der untere Teil (Beifahrerseite und 2. Person) ist ein dreiteiliger Lattenrost. Orange sind die doppelten Scharniere, darüber klappbare Matratzen – wegklappbar, um freien Ausstieg und Sitzplatz an den Drehsitzen zu haben. Der Fußteil muss entnehmbar oder runterklappbar sein, damit ich zum Mopedladen hineintreten kann.

Wir brauchen also

  • einen Rahmen für Mittel- und Kopfteil mit Doppelscharnier, damit der Kopf mit der Matratze umgeklappt werden kann
  • 2 Rollroste, die in den 6 Segmenten voneinander unabhängig liegen und quer ineinander geschoben werden für nur 1 Liegefläche
  • Fußteil li: 50×50 Tisch + abklappbares oder selbständiges Fußteil re
  • die Maße von links: Fuß 50 + Stütze 10 + Mitte 50 + Scharnier 20 + Kopf 50 =180

Insgesamt stehen in 50 cm Höhe ca. 135×180 cm Liegefläche zur Verfügung. Luxuriös! Und länger würde problemlos gehen, brauchen wir aber nicht.

Die Matratze hat ihre eigene Geschichte: der Schaumstoff ist natürlich neu. Der Bezug aber ist genaue 40 Jahre alt. Auf dem hab ich schon geschlafen als meine Eltern mit uns im Klappfix und Trabbi durch Osteuropa fuhren. Ist also schon nostalgisch. Jetzt ist er hier und da geflickt aber noch sehr stabil. Und groß genug, um für die kommenden Anpassungen auszureichen.

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Letztes Wochenende gab es den Testeinbau der Lattenroste. Heute nun das Probeladen des Mopeds. Spiegel müssen ab, Gabel vorspannen muss nicht sein, macht’s aber leichter.

Vorwärts rein: jo, geht schon. Ist aber schwer zu schieben, der Lenker zu hoch, ich komme nicht weit genug rechts an die Seite, macke gleich mal den Himmel, der rechts tiefer kommt und quäl mich ganz schön ab. Seitenständer geht dann mit Bett nicht mehr, der Lenker hängt viel zu weit in die Liegefläche, das Hinterrad muss extra an die Seite geschoben werden und zum Ausladen wieder zurück. Die Kartons markieren genau die 50 cm Höhe. Raus geht super und Probeliegen ist sehr lustig 🙂 Allerdings lieg ich ja normalerweise vorne mit dem Kopf und damit direkt neben dem Tank. Da schläft man bestimmt sehr tief …

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Rückwärts rein geht leichter, ich kann das Heck gut ins rechte Eck dirigieren, der Lenker passt ins Fenstereck – dass muss gut gepolstert werden. Der Lenker steht dann über dem Fußteil und kann an die Seite gedreht werden, dadurch entsteht hinten an der Heckklappe ein Sitzplatz. Am linken Sitz vorn ist bei weggeklapptem Kopfteil für einen gut Platz, um zu hantieren und zu kochen. Die Liegefläche ist deutlich größer, das Anlehnen nach dem Reinschieben allein viel leichter. Raus ging erst sehr schwer – man kann nirgends ziehen, hat keinen stabilen Stand, das Rad muss über 2 leichte Dellen hoch auf die Schiene, ich komme aber nicht an beide Lenkerenden ran. Die Lösung: Gurt um den Lenker und um den Oberkörper, dann durch die Körperbewegung rausziehen und das Moped nur noch führen. Ging super und fühlt sich viel sicherer an.

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Verzurrösen kommen an den Sockel des Beifahrersitzes, dort steht das Rad in einer Ecke. Oben wird an den Gurthaltern verzurrt. Passt. Beifahrer können nur noch unbequem mitfahren, aber sind ja bei dieser Version auch nicht eingeplant. Sind wir zu zweit unterwegs kommt der Anhänger mit 2 Mopeds dran.

Nachdem wir bisher jedes Wochenende neue Ideen hatten, alles immer wieder umwarfen und erstmal die Drehsitze eingebaut werden sollten kaufen wir noch nix und warten v.a. die CMT in Stuttgart ab. Wer weiß, was wir da noch entdecken.

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