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Ligurien: 6 x August

Nach Tende in Ligurien fahre ich seit einigen Jahren immer wieder. Jedesmal übernachte ich auf dem sehr schlichten günstigen Municipal-Platz.  Von dort ist der Tende-Pass um die Ecke und der südliche französische Einstieg in La Brig nicht weit. Kleiner Markt, Post, Cafè und Restaurants sind vorhanden.

Hier habe ich viele Bilder aus den Jahren und wenig Beschreibung zusammen gefasst. Informationen zur Regionen findet zum Beispiel hier:

Die LGKS – Ligurische Grenzkammstraße, ist eine alte Militärstraße, die noch gut erhalten wird. Ein beliebter Einstieg ist der Tende-Pass, erreichbar von Süden über eine unkomplizierte aber enge Schotterpiste oder vom Norden über eine bequeme Asphaltstraße. Unten drunter durch führt der ampelregulierte einspurige Tunnel für den Durchgangsverkehr.

Auf dem Pass muss man entscheiden, ob man in die Hauptroute Richtung Südosten oder die westliche Verlängerung einsteigen will. Es finden sich neben dem großen Fort Central direkt auf dem Pass einige mehr oder weniger verfallene Forts, die man zum großen Teil anschauen kann. Feuerplätze zeugen von gelegentlichen Übernachtungen durch Touristen, hier fahren auch recht viele 4×4 herum.

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Der Mittelteil, die Hauptstrecke, ist etwa 70 Kilometer lang , vom Tendepass mit dem Fort Central auf 1871 m, bis zur Abfahrt nach La Brigue, 960 m. Einmal kann man dazwischen auch auf die italienische Seite abfahren. Die Piste wandelt sich immer wieder zwischen nettem Waldweg über Schotterstraße mit feinen bis dicken Brocken, kleine Steinstufen bis zum festgefahrenem Sandweg. Mit der DRZ in beide Richtungen gut fahrbar, mit der GS bin ich sie lieber hoch als runter gefahren. Die Straße wird instand gehalten, 2013 begannen größere Baumaßnahmen. Das Befahren war nicht erwünscht, aber mit Freundlichkeit und kleine Wartezeiten möglich.

Die Bilder sind nicht in der Befahrungsreihenfolge geordnet. Infos zum nördlichen und zum südlichen Teil, italienische Routenbeschreibung, italienische Seite zum aktuellen Umbau ab 2013, aktuelle Seite von Markus Golletz,

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2013:

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Bei diesen zwei aussagekräftige Videos sollte man schwindelfrei sein. Von beiden kann man sich dann weiterklicken zu anderen dokumentierten Endurozielen.

Von Nord  nach Süd:

Von Süd nach Nord, also immer spannender werdend, sehr lang aber sehr lohnend: 

 

Am südlichen Ende der LGKS , oberhalb von La Brigue, kann man zum Saccarello hoch fahren.Viele Jahre lang habe ich auf passendes Wetter gehofft, um dort mal zu übernachten.

Erst 2013 hat es endlich geklappt: kein Gewitter, keine Eiseskälte – mein erste Ligurientag begann an der Statue auf 2201 m  🙂 Der Abend blieb schön und trocken, eine Gemsenherde zog gemächlich vorbei, der Vollmond ging auf. Wir hatten mit Käse, Wein und Baguette vorgesorgt, der Altar bot einen perfekten Tisch.

Am Morgen zogen Wolkenfelder zügig um uns rum, es wurde immer dichter. Irgendwann konnten wir uns vom Berg trennen hatten gepackt und rollten langsam und kontrolliert nach La Brigue runter. In Tende gab es dann in der Sonne erstmal Kaffee und Croissants.

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Fährt man einen südlichen Abstecher von der LGKS ins italienische Ligurien hinein und am Nuovo Rifugio Allavena hinunter kann man sich zwischen Molini di Triora, Aquilia di Aroscia und Mendatica auch herrlich in vielen kleinen Kurven und offroad austoben. Über Monesi geht’s dann wieder auf die LGKS und Richtung Nord/Tende oder Süd/La Brigue zurück auf die französische Seite.

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Die alte Ligurische Straße führt südlich noch weiter bis Ventemiglia. Allerdings ist sie mmer mal unterbrochen und abschnittsweise schwieriger und materialmordernder zu fahren als der Hauptteil. Dicke Steine und weiter unten sandige Stellen und Rüttelpiste mit herausstehenden Blöcken machen das Ganze anstrengend. Nachdem man von der kargen Höhe durch Pinienwälder und Olivenhaine in bewohntes Gebiet gekommen ist und noch die 30 Minuten Stadtverkehr geschafft hat gibt es zur Belohnung Eis im Strandcafè  🙂

Zurück geht es durch das kurvige Tal der Roya bis La Brigue und Tende. Auf beiden Seiten des Bergmassivs kann man eine Menge netter kleienr Dörfer anschauen. Zum Teil sind sei wie Schwalbenester in den Fels gebaut. Saorge, Airole und Cottè sind einen Besuch wert. Wer spannende Eisenbahnfahrt mag sollte sich die Tendabahn nicht entgehen lassen.

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Vom Tendepass aus westlich kann man mehrere Tage verbringen. Der Weg führt über eine Piste nach Casterino. Am Baisse de Ourne muss man sich entscheiden, ob man dem Schild Casterino folgt und eine gemütliche Piste mit evtl. Verschüttungen fährt und sich links hält und den ausgewaschenen grobschottrigen Waldweg nimmt. Hinunter geht es vorbei am Lac de Mesches nach St. Dalmas. Eine schöne Variante ist die Auffahrt vorbei am Krankhaus von Tende. Nicht schwer bei mit tollen Ausblicken auf den Ort.

Wer nur Mopedfahren will ist in einem kurzen Tag durch. Aber es gibt so viel zu entdecken. Im Valleè de Merveilles kann man Felsgravuren anschauen, kurze und lange Wanderungen unternehmen, Wasserfälle entdecken, offroadfahren, reiten, sonnenbaden, im Bach spielen, Kaffee trinken, …

 

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Tende, ein Örtchen, das mal italienisch und mal französisch war. Die Mischung vermittelt ein entspanntes Lebensgefühl mit den Vorteilen beider Nationen. Es wird von der D 6204 durchfahren, auf der je nach Tageszeit die Hölle los ist, LKW’s Platz suchen oder Kolonnen italienischer Mopedfahrer ins Wochenende fahren. Abends herrscht Stille, man isst direkt neben der Straße oder nippt an der Bar am Pastis.

Ich liebe es, im Zentrum in der Bar du centre zu sitzen, gegenüber beim Bäcker das Morgencroissants zu holen, inzwischen steht der Kaffee auf dem Tisch. Abends vom Wirt mit freundlichem Blick empfangen werden und das Panache gezapft bekommen …  Im schicken La Merenda geht es nicht halb so ursprünglich zu. Schnell noch im SPAR nebenan Wasser und Käse eingekauft und schon kann es auf zur Tankstelle am südlichen Ortsausgang gehen und die Tour beginnt.

Tende muss man zu Fuß erkunden. Grotte, Dom, Kapelle, die Ruinen eines Schlosses und ein eindrucksvoller Friedhof liegen in und um das terrassenartig gebaute Dörfchen mit den verwinkelten engen Gassen.

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Wer nun noch Tage übrig hat, dem bietet sich eine Runde zum Col de Turini an. Von Breil sur Roya (nördl. Ortseingang, Beginn über die ersten Meter der D 2204) kann man offroad in eine alte Militärstraße einsteigen, die „Origine Circuit de l’Authion“ genannte Straße, ist eine Ringstraße im Massif de l’Authion mit einigen ehemalige Militäranlagen.

Weiter zum Col de Turini, bekannt durch die Rallye Monte Carlo,  und über eine spektakuläre Kurvenstrecke fährt man hinab nach Sospel und weiter kurvig zurück nach Breil sur Roya.

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