Biki-Blog

25. November 2016

Fahrerinnenflucht

Filed under: Alltag,Fahrrad — bikibike @ 01:46

Auf dem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad hat mir heute eine Autofahrerin die Vorfahrt genommen und mich abgedrängt. Bei der Wahl, von ihrem Auto umgenietet zu werden oder in den Graben zu kullern habe ich mich für Letzteres entschieden. Gute Wahl: außer blauen Flecken, verdrehtem Knie und komplett versauten Klamotten ist nichts passiert.

Die Fahrerin schaute mich noch mit großen erschrockenen Augen an – und fuhr weiter. W.T.F.!

Was geht in so jemandem vor? Ist die Angst vor den Konsequenzen so groß, dass man in Kauf nimmt, der Verletzte bleibt allein im Graben liegen?

Als ich mich dann eine Weile benommen im Graben herumlümmelte und mein Rad halb am Straßenrand lag fuhren sicher 15 weitere Fahrzeuge vorbei.

Ein junger Typ wendete und kam zurück, um zu helfen. Danke!

 

 

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7 Kommentare »

  1. boah, die merken vermutlich nicht mal, dass sie dich abgedrängt haben. Schön, dass jemand zurück kam und dir geholfen hat 🙂

    Kommentar von Ruhrköpfe — 25. November 2016 @ 09:12 | Antwort

    • Doch, doch. Sie hat mich erschrocken angeschaut.

      Kommentar von bikibike — 25. November 2016 @ 16:57 | Antwort

      • na toll und fährt dann einfach weiter, ich fasse es nicht

        Kommentar von Ruhrköpfe — 26. November 2016 @ 08:44

  2. Hört und liest man in letzter Zeit öfters das in solchen Fällen immer seltener geholfen wird. Traurig.

    Kommentar von bikingtom — 25. November 2016 @ 10:31 | Antwort

  3. Gut, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Was in den Köpfen solcher Menschen vorgeht… k.A. bei allen Konsequenzen haben wir ja keine Scharia oder so… aber auch für die Vorbeifahrenden habe ich null Verständnis. Kenn das Phänomen aber auch aus eigener Erfahrung. Prima, dass Dir doch geholfen wurde, und dann noch von einem jungen Mann. Faith in mankind restored.

    Kommentar von SonjaM — 25. November 2016 @ 13:35 | Antwort

  4. Nun, eine Fahrerflucht ist es allemal, auch wenn es eine Frau war. Hier dient es eben als Neutrum, wie in ähnlichen Fällen, z.B. „Fahrersitz“. Wenn man in vielen Fällen der sprachlichen Kürze des Englischen schon den Vorrang einräumt, sollten wir in unserer eigenen Muttersprache nicht noch alles komplizierter und länger machen als nötig. Wird doch so seit Jahrhunderten hierzulande problemlos verstanden und niemand fühlte sich irgendwie nicht angesprochen. Der deutsche Perfektionismus ist hier fehl am Platze und garantiert auch dort im Ausland unpopulär, wo unsere Sprache erlernt werden soll.

    Kommentar von Curt Pönitsch — 25. November 2016 @ 21:31 | Antwort

    • Vielen Dank, liebe Kommentatorin, für deine Rückmeldung und schön, dass du hier mitliest!

      Kommentar von bikibike — 26. November 2016 @ 08:54 | Antwort


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