Biki-Blog

24. November 2013

Campingausbau NV 200 – jetzt geht’s lohos!

Filed under: Auto — bikibike @ 21:38

Die Anforderungen an den Ausbau

  • max. 2 Personen
  • wechselnd 1 oder 2 Schläfer
  • 2 Personen + Anhänger mit Mopeds
  • oder 1 Schläfer mit Motorradtransport
  • Liegelänge mind. 190
  • wenig Aus-/Einbau zwischendurch erlaubt, Tragenmüssen der Einbauten ist schlecht
  • Drehsitze + Kochplatz für morgendliches Frühstück innen
  • Hauptziel: lange Reise mit Moped nach Island, alles muss drinnen möglich sein…
  • günstige Heiz- und Kochmöglicheit – Gas?
  • Alltag: Fahrrad rein + Einkauf + täglicher Arbeitsweg 50 km

die ersten Varianten, die wir entwickelten

  • schlafen unten, Gepäck oben: ist wärmer, kuscheliger, besseres Sitzen, Platz für die Füße vor den Drehsitzen – aber: schwierig umzusetzen um flexibel zu bleiben, für 2 Personen quasi nicht machbar, Gepäckplatz reicht nicht, es kann was runter fallen, zu breit neben dem Moped, Schwerpunkt zu hoch, evtl. für Island dann aber doch besser (nur 1 Person)
  • ausziehbares und teleskopierendes Gestell aus Aluprofilen bauen: gut planbar, nicht zu teuer, leicht, bauen macht Spaß – aber: nicht klappbar, nicht gut zu bearbeiten um zu ändern, ein Teil = unflexibler
  • schlafen auf IKE*-Truhen: schlicht, günstig, Gepäckplatz mit Belüftung – aber: nicht umbaubar, immer rein und raus heben, wenig bearbeitbar
  • mehrere Tische in jeweils unterschiedlicher Anordnung + Rollroste: einfach und unkompliziert, stabil, selbst anpass- und bearbeitbar – aber: nicht schnell während der Reise und zwischendurch je nach Bedarf  anpassbar auf 1 oder 2 Personen / Motorrad, Tische sind schwer zu heben

Einwurf: 4 Stunden IKE* am Samstag, ohne irgendetwas (auch keine Teelichter!) zu kaufen – nicht schlecht, oder? Dafür lag ich dort unter Tischen, auf Tischen, schob mehrere zusammen, vermisste die Plastik-Weingläser, widerstand den Elchen. Natürlich gab’s abends Köttbullar 🙂

  • Rahmen mit ausziehbaren Rollrosten in 3 Teilen (Fuß-/Mittel-/Kopfteil), oben und unten klappbar, geteilte Matratzen: es wird komplizierter… sehr flexibel, leicht umbaubar ohne Räumerei, unterwegs leicht umbaubar, nichts muss rausgeräumt werden für’s Soloreisen, durch Holz gut anpassbar falls was nicht so gut funktioniert, aber: muss perfekt durchdacht sein, ziemlich kompliziert, Fallen lauern.

Bettausbau

Der obere Teil (hinterm Fahrersitz) steht in 3 Teilen selbst, der untere Teil (Beifahrerseite und 2. Person) ist ein dreiteiliger Lattenrost. Orange sind die doppelten Scharniere, darüber klappbare Matratzen – wegklappbar, um freien Ausstieg und Sitzplatz an den Drehsitzen zu haben. Der Fußteil muss entnehmbar oder runterklappbar sein, damit ich zum Mopedladen hineintreten kann.

Wir brauchen also

  • einen Rahmen für Mittel- und Kopfteil mit Doppelscharnier, damit der Kopf mit der Matratze umgeklappt werden kann
  • 2 Rollroste, die in den 6 Segmenten voneinander unabhängig liegen und quer ineinander geschoben werden für nur 1 Liegefläche
  • Fußteil li: 50×50 Tisch + abklappbares oder selbständiges Fußteil re
  • die Maße von links: Fuß 50 + Stütze 10 + Mitte 50 + Scharnier 20 + Kopf 50 =180

Insgesamt stehen in 50 cm Höhe ca. 135×180 cm Liegefläche zur Verfügung. Luxuriös! Und länger würde problemlos gehen, brauchen wir aber nicht.

Die Matratze hat ihre eigene Geschichte: der Schaumstoff ist natürlich neu. Der Bezug aber ist genaue 40 Jahre alt. Auf dem hab ich schon geschlafen als meine Eltern mit uns im Klappfix und Trabbi durch Osteuropa fuhren. Ist also schon nostalgisch. Jetzt ist er hier und da geflickt aber noch sehr stabil. Und groß genug, um für die kommenden Anpassungen auszureichen.

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Letztes Wochenende gab es den Testeinbau der Lattenroste. Heute nun das Probeladen des Mopeds. Spiegel müssen ab, Gabel vorspannen muss nicht sein, macht’s aber leichter.

Vorwärts rein: jo, geht schon. Ist aber schwer zu schieben, der Lenker zu hoch, ich komme nicht weit genug rechts an die Seite, macke gleich mal den Himmel, der rechts tiefer kommt und quäl mich ganz schön ab. Seitenständer geht dann mit Bett nicht mehr, der Lenker hängt viel zu weit in die Liegefläche, das Hinterrad muss extra an die Seite geschoben werden und zum Ausladen wieder zurück. Die Kartons markieren genau die 50 cm Höhe. Raus geht super und Probeliegen ist sehr lustig 🙂 Allerdings lieg ich ja normalerweise vorne mit dem Kopf und damit direkt neben dem Tank. Da schläft man bestimmt sehr tief …

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Rückwärts rein geht leichter, ich kann das Heck gut ins rechte Eck dirigieren, der Lenker passt ins Fenstereck – dass muss gut gepolstert werden. Der Lenker steht dann über dem Fußteil und kann an die Seite gedreht werden, dadurch entsteht hinten an der Heckklappe ein Sitzplatz. Am linken Sitz vorn ist bei weggeklapptem Kopfteil für einen gut Platz, um zu hantieren und zu kochen. Die Liegefläche ist deutlich größer, das Anlehnen nach dem Reinschieben allein viel leichter. Raus ging erst sehr schwer – man kann nirgends ziehen, hat keinen stabilen Stand, das Rad muss über 2 leichte Dellen hoch auf die Schiene, ich komme aber nicht an beide Lenkerenden ran. Die Lösung: Gurt um den Lenker und um den Oberkörper, dann durch die Körperbewegung rausziehen und das Moped nur noch führen. Ging super und fühlt sich viel sicherer an.

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Verzurrösen kommen an den Sockel des Beifahrersitzes, dort steht das Rad in einer Ecke. Oben wird an den Gurthaltern verzurrt. Passt. Beifahrer können nur noch unbequem mitfahren, aber sind ja bei dieser Version auch nicht eingeplant. Sind wir zu zweit unterwegs kommt der Anhänger mit 2 Mopeds dran.

Nachdem wir bisher jedes Wochenende neue Ideen hatten, alles immer wieder umwarfen und erstmal die Drehsitze eingebaut werden sollten kaufen wir noch nix und warten v.a. die CMT in Stuttgart ab. Wer weiß, was wir da noch entdecken.

20. November 2013

das NirVana bei Kilometer 1000

Filed under: Auto — bikibike @ 19:04

Das neue Familienmitglied hat sich nun auf seinen ersten 1000 km bei uns bewährt.

erster Fahreindruck

  • Ich brauche noch eine Weile, um zu checken, wie der längere Radstand reagiert beim Rückwärtsrangieren. Treffe einfach nicht.
  • täglicher Arbeitsweg inkl. einparken: jooo, geht so, macht Spaß aber ist ausbaubar
  • Getönte Scheiben + nachts + rückwärts + dunkle Autos/Masten + enge Ecke, um die ich muss = stressig, Abhilfe soll ein Zusatzscheinwerfer schaffen, mit dem ich in den Spiegeln deutlich weiter schauen kann als mit der Kamera. Wohin damit am besten?
  • Das Kupplungspedal ist mir zu hoch. Ich muss das Bein deutlich anheben – nervig bei stop-and-go. Geht das anderen auch so oder liegt’s an meiner 39er Schuhgröße und zu kurzen Beinen? Kann man den Weg des Pedal kürzen? Bei Mopeds geht sowas ja …
  • Das rechte Schienbein ist von der Heizung nach kurzer Zeit gut durchgebraten, der linke Fuß eiskalt.
  • Eiskratzen: ähm – ich bin zu klein, komm gar nicht an die Scheibe ran

Und es gibt Gutes:

  • So langsam wird er mein Bus. Bei vielen heißen die immer Eva(lia) – also ich hab das Weibliche noch nicht entdeckt :roll: Ne, ne, so ein starker männlicher Begleiter ist schon gut.
  • Die 6,5 bis 6,7 l gemischter Verbrauch BAB/Landstraße find ich ok.
  • Nach 1000 km fühlt sich die Bedienung fast selbstverständlich an (zur Erinnerung: komme vom Twingo ohne jegliche Elektronik)
  • Morgendliches Anfahren von nasser Wiese ging besser als gedacht, wenden auf Feldweg auch irgendwie. Servo zu haben ist cool!
  • Fahrrad rein heben ist super einfach, kann auch mehrere Tage drin stehen bleiben, verzurren absolut unkompliziert

momentane Ausbauerkenntnisse:

  • Eine halbe 140er Matratze ist erstmal ein guter Schlafplatz.
  • der große ebene Platz ist genial!
  • schlecht: Gepäck in IKE*-Tüten (war im Twingo gut, weil sie sich an die Kontur anpassen)
  • Kisten für Ordnung besorgen!
  • Aufhängehaken für nasse Sachen einbauen!
  • wichtig: Schalter der Türen killen, damit das Cockpit schlafen geht!
  • Dachträger: passt, Hockerchen für mich fehlt noch – 1,85 m + Träger + Boot ist echt hoch!
  • Winterbereifung ist drauf 🙂

Alltagszustand:

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Tschüss, Twingo!

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18. November 2013

die ersten Kilometer mit dem NV 200

Filed under: Auto — bikibike @ 19:10

So, jetzt hab ich ein riesengroßes Problem mit dem neuen NV. Nach der kleinen Paddeltour fahre ich ihn erst gut eine Woche täglich auf immer wechselnden Strecken, ca. 300 – 400 km pro Arbeitswoche.

Nach dem Kauf bin ich 3 Wochen lang um das Riesenteil herumgeschlichen und wollte ihn gar nicht anmelden. Twingo lief ja noch grad so, Wetter war motorradtauglich. NV stand unangemeldet auf dem Hof. Erst das Spielzeug haben wollen und dann nicht trauen, zu fahren …

Bisher war der Twingo die Notlösung wenn es für’s Moped zu kalt war. Den NV hab ich gekauft, um am Wochenende und im Urlaub ein Womo und Transportgefährt zu haben und halt für die paar Schneetage im Winter.

Und nun? Fahre ich lieber Auto statt Moped. Obwohl die Sonne scheint. Und ich nach Heidelberg musste – inkl. Parken.

Liegt’s daran, dass ich im NV das Gefühl habe, nicht eingezwängt zu sein? Viel Luft um mich rum und die hohe Sitzposition zum Über-die-Autos-gucken, das Dieselgerüttel hat Charakter wie meine Triumph (naja, fast). Alles, was ich am Mopedfahren mag. Und dazu macht es auch noch Spaß, zackig zu fahren wenn die anderen einen trägen Bus erwarten.:banane: Dank der Rückfahrkamera und der großen Spiegel hab ich nun auch schon rückwärts und längs einparken ohne Fenstergucken gelernt. Yeah! Und keyless is „cool“.

Hach, und nun hat er auch einen Namen bekommen. Geschuldet meiner besonderen Ordnungsliebe kann ich nun sagen: „Ich kann etwas in der Wohnung nicht finden? Dann ist es bestimmt im NirVana verschwunden. Der ist nämlich sooo groß, dass er Dinge verschluckt.“

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