Biki-Blog

29. Juni 2014

Große Altrheinrunde

Filed under: Kajak — bikibike @ 22:05

Nach so viel Fremdpaddeln war dringend ein Tag mit dem Schatz angezeigt.  Das Wetter hielt sich zum Glück nicht an die Vorhersage und blieb bis auf 2 kleine Schauer annehmbar, der große Regen kam spät genug, die Altrheinarme und der große Rhein lagen ruhig und windstill, wir trafen weder Kanu- noch Freizeitboot- oder Wasserskifahrer. Das Wasser war zum Teil sehr warm, es war meine erste Kurze-Hosen-Paddelei in diesem Jahr.

Ich setzte mit dem Rad das Auto um zum Ziel am Lingenfelder Altrhein, Hafenstr. am Übergang zur Halbinsel, wir starteten in Germersheim am Rhein, am Ende der H.-Mayer-Str, und querten ihn zum Rußheimer Altrhein. Um in den Altrheinarm zu kommen mussten wir ganz geradeaus über den Damm umtragen. Stufen machten es leicht, einsetzen an der Kneipe dahinter in den stehenden Altrheinarm.

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In seiner Hälfte bogen wir nach ca. 3 km links ab in den Pfinzkanal, das Schott war zum Glück geöffnet. Ein schmaler netter Kanal mit Strömung, vielen Vögeln und hohem Bewuchs brachte uns in den Phillipsburger Altrhein. Vor Augen hatten wir dabei immer die Kühltürme des KKW.

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Schwanen- und Entenfamilien trafen wir einige. Sie ließen sich aber kaum stören, wir schlängelten uns jeweils ganz an der Seite vorbei.

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Unter den Brücken wurde es immer recht flach und wellig. Danach stand das Wasser wieder mehr und war stark bewachsen. Am Ende des Kanals erwischte uns der eine starke Schauer. Aber egal, Regenjacke an und weiter ging es. Bei der Wärme ist so ein Sommerschauer schön.

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Am Ende des Pfinzkanals trafen wir auf den Phillipsburger Altrhein. Hier hielten wir uns links und kamen schon bald an sein westliches Ende. Dort rechtsseitig kommt ein kleiner Tunnel mit ruhiger Strömung entgegen. Wir waren nicht sicher, wohin der führt und umtrugen lieber hoch über die Straße ins Hafenbecken vor dem KKW. Man kann aber probieren, ob man durch kommt. Er führt ins Hafenbecken. Im ruhigen Phillipsburger tummelten sich die Tierchen. Jede Menge winziger Schneckchen an Land, Libellen in der Luft, die Wasserhüpfen übten und Schwanenfamilien im Wasser. Immer wieder sahen wir auch große Fische, die unter unseren Paddeln entlang zogen.

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Nach dem kurzen Stück Hafenbecken lag schon wieder der große Rhein vor uns. Kurz orientieren, 2 große Frachter bergab abwarten, bergauf kam ein großes Passagierschiff, mit Gas und in Seilfähre queren: der Eingang zum unteren Lingenfelder Altrhein lag direkt gegenüber.

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Im Altrhein genossen wir wieder die Ruhe, beobachteten eine Schwanenfamilie und die Teichmuschel-Rest-Deponie eines Nutria/Otters/einer Ratte und drehten uns in der Mündung des Müllgrabens, der überraschend große Strudel produzierte. Am rechten Ende des Altrheinarmes fanden wir gleich die kleine Bucht, aus der wir zum Schäfersee umtragen mussten. Nur ein kleines Stück und gut begehbar. Leider waren die Uferstreifen durch das Niedrigwasser alle ziemlich matschig und schmierig. Viele spannende Unterwasseraufnahmen probierte ich mit der neuen Kamera aus und erwischte sogar einige der viele winzigen Fischlis, die um die Boote herum schwammen. Um die zu sehen am Besten die Bilder vergrößern.

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Den Schäfersee querten wir mittendurch mit Blick auf den verlassen liegenden Segelverein und bogen am westlichen Ende ab in den Lingenfelder Altrhein. Der ist fest in Eisvogel-Hand. Im Flug erwische ich ihn mit der Kamera ja nie. Viel zu schön ist es, diesem blauschimmernden Künstler hinterher zu schauen. Und natürlich gibt es hier jede Menge Reiher, auf Bäumen sitzend, im Flug und uns beim Paddeln zuschauend.

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Corbicula fluminea. Die asiatische Körbchenmuschel hat sich im Rhein weit verbreitet angesiedelt.

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Vorbei an der Insel Grün und der Kaffeeinsel paddelten wir in den äußeren Arm bis an sein Ende. Dort stand zum Glück unser Auto. Inzwischen war es 19.30, der Tag war lang und die Arme müde. Es reichte noch, um ein gutes Stück Tier zu erwerben und zu genießen, dann sanken wir auf’s Sofa.

  • 22 km, zwischen Rheinkilometer 383 und 389, 3 Umtragungen, keine Schwierigkeiten, viele Rastmöglichkeiten
  • Pfinzkanal: schmal, deutliche Strömung, mit Baumhindernissen ist zu rechnen
  • ohne Umstellen als Rundtour: Route verlängern durch Umtragen in Hafen Germersheim (2 km) und Rhein aufwärts bis Einstiegsstelle (2,5 km)

Altrhein Germersheim-Lingenfeld

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1 Kommentar »

  1. Das sind ja tolle Unterwasserbilder von Eurer großen Rheinrunde. Weiterhin viel Spaß dabei!

    Kommentar von A. F. — 30. Juni 2014 @ 21:45 | Antwort


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