Biki-Blog

6. Mai 2013

Trainingswochenende oder Werra-Rallye und Weser-Marathon

Filed under: Kajak — bikibike @ 22:21

Den 1. Mai und die letzten Nachmittage hatte ich zum Einpaddeln und Üben genutzt. Am Wochenende fuhr ich dann mit einem Mannheimer Verein nach Hannoversch Münden, um an den beiden Veranstaltungen teilzunehmen. So etwas war für mich das erste Mal. Dabei waren einige Einerkajaks, 3 Zweierkajaks und ein Canadier. Bus und Anhänger standen zur Verfügung und ein besonders einsatzbereiter Shuttle-Bunny, der für pünktliche Abholung und Versorgung von Menschen und Booten sorgte. Vielen Dank!

Die Länge der Strecke konnte sich jeder selbst aussuchen. Auf der Werra gab es 20 oder 40 km zu paddeln, am Sonntag auf der Weser 52, 80 oder 135 km.

Fast alle meiner Gruppe starteten am Samstag in Bad Soden-Allendorf und paddelten 20 km bis zum Kanuclub Witzenhausen.

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Ich genoss es, gemütlich mit „unserem“ Canadierfahrer zu paddeln.

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Unterwegs trafen wir viele viele bunte Boote. Die meisten waren Seekajaks. Clubs, Einzelpaddler von Bremen bis Pforzheim konnte ich sehen.

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Die Werra ist ein gemütlich fließender breiter Fluss, meist ohne Motorbootverkehr. Die Strömung war gut, mit etwa 3-4 km/h hat sie uns sicher geholfen. Das Wetter war prima: kühl aber auch mal sonnig.

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Ab und zu gab es eine Burg zu sehen.

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Das Tempo war für mich perfekt, die Gespräche lustig und so kamen wir entspannt und ohne Pause nach gut 2 Stunden in Witzenhausen an. Hier wurden alle ca. 800 Teilnehmer begrüßt und versorgt.

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Blick auf den Anleger in Witzenhausen. Hier war immer was los.
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Zu zweit fuhren wir nach unserer Pause weiter, die anderen verluden ihre Boote. Manche hatten ja bis hierher schon 40 km hinter sich.

Es war richtig warm geworden. Das Grün um uns herum spiegelte sich im langen Stau vor dem Wehr „Letzter Heller“.

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Ein beeindruckendes Bauwerk, der Letzte Heller. Und eine gute Umtragungsstelle. Unterwegs war ich mit meinem dicken Cruiser – eins der kürzesten Boote, die hier im Wasser waren. Aber er lief gewohnt gleichmäßig gut.

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Die zweite Umtragung war dieses Wehr in Hannoversch Münden, nachdem man eine Weile nach der Flussgabelung rechts den Kanal entlang gefahren ist. Ausstieg gut, Einstieg matschig, Ausblick auf die alte Brücke und den Überlauf nett.

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Mit diesen Schnecken wird seit 2 Jahren Ökostrom erzeugt. Hier im Video zu sehen.P1080587-1

Und natürlich begleiteten uns den ganzen Tag verschiedene Schnattertiere.
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Blick auf die Stadt Hannoversch Münden am Zusammenfluss mit der Fulda. Die Insel Tanzwerder und der Park waren voller Paddler und Zelte. P1080592-1

Und ab hier heißt sie Weser und ist schiffbar. Der erste Touri-Frachter kommt direkt mal entgegen. An diesem Tag hatte das örtliche THW sein 60. Jubiläum und befuhr mit kleinen Booten und Gästen den Fluss.P1080593-1

2,5 km abwärts auf der Weser wohnten wir direkt am Bach und bis dorthin paddelten wir auch – Tagesabschluss bei 42 km ohne große Anstrengung. Den Tag beendeten wir alle gemeinsam mit kühlen Getränken und eiweißhaltiger Nahrung im nahegelegenen „Weserblick“.

 

 

Weiter ging es am Sonntag auf der Weser. Die 80 km-Fahrer starteten 6.30 Uhr. Ich konnte dann noch eine Weile liegenbleiben und in Ruhe frühstücken. Sehr empfehlenswert ist unsere Unterkunft „Froschkönig“ in Gimte. Komplett im liebevollen Froschkönig-Stil im renovierten alten Haus, ganz ganz nette Betreuung, Liegewiese an der Weser, direkt am Radweg und tolle Frühstücksversorgung. Auch am Sonntag ganz früh! Leider hab ich dort gar kein Foto gemacht. Beide fahren Moped und stellen Garage und Tipps zur Verfügung.

Wir starteten an unserer Ferienwohnung bei km 2,5 zu dritt um 8.00. In voller Ausstattung mit langer Unterwäsche, Aquashell/Fleece und Paddeljacke. Es ist kalt und nass. Von Hannoversch Münden kommen schon seit Stunden Paddler die Weser entlang. Mal 2-3 Boote, mal nur eins.

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Die Stimmung ist toll. Es ist noch ganz still. Die Sonne lugt über die Bäume und macht dem Nebel Angst. Das könnte auch Canada sein, oder?

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Und dann ist sie da und brennt den Nebel weg.

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Gerade mal 30 Minuten später entstand diese Aufnahme und unsere Hüllen fielen schnell.

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An diesem Tag begleitete uns das lustige Mähen kleiner Schafe.

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Die Fahrt geht durch’s Märchenland. Hier verläuft die Deutsche Märchenstraße, hier stehen das Dornröschenschloss Sababurg und die Rapunzel-Trendelburg. Nicht weit liegt der große romantische Reinhardswald.P1080623-1

Hier macht es einer richtig: ein Häuslebauer hat sich einen Strandkorb auf die Terrasse gestellt.

P1080622-2Noch nicht ganz das Ziel. Aber ab hier hab ich gar nicht mehr fotografiert sondern die Füße auf’s Deck gelegt, in die Sonne geblinzelt und mich treiben lassen.

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Nach 52 km kamen wir am frühen Nachmittag nach einem sehr sonnigen Tag und einer Kaffeepause in Beverungen an. Leichter Sonnenbrand zeichnete sich ab und der Durst war groß. Hier wurden wir wieder vom Kanuverein empfangen und versorgt. Preise abholen, Boote verladen, Würstchen verputzen, auf der Wiese rumliegen. Die Heimfahrt zog sich durch ein paar kleinere Staus, aber dann kamen wir doch zügig in Mannheim an.

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Fazit: Eine neue Form des Paddelns kennengelernt, 2 neue Flüsse befahren, mit netten Leuten unterwegs gewesen, viel Sonne getankt, bisschen Muskeln trainiert und nur mit gaaaanz wenig Muskelkater am nächsten Tag aufgewacht.

Das Werra-Fulda-Weser-Gebiet ist schön zum Paddeln und Fahrradfahren, Kultur gibt’s jede Menge. Ich kannte es von vielen Mopedfahrten ab Marburg, aber das ist schon eine ganze Weile her. Edersee und Weserbergland sind nicht weit …

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2 Kommentare »

  1. Die Nebelbilder gefallen mir besonders gut! 🙂

    Kommentar von Momoseven — 7. Mai 2013 @ 08:16 | Antwort

  2. Der Morgen hätte in der Tat auch so ähnlich in Kanada statt finden können, allerdings mit viel weniger Paddel-Enthusiasten… Du würdest eher Bären oder Elche sehen, als andere Kanu-/KajakfahrerInnen… 😉

    Kommentar von SonjaM — 16. Mai 2013 @ 18:38 | Antwort


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