Biki-Blog

6. März 2013

Wanderwochenende mit Boot und Wanderstiefel

Filed under: Kajak — bikibike @ 20:28

Konnte letztes Wochenende wirklich jemand dieser genialen Sonnenwärme widerstehen?

Wir hatten auf mehr Wasser gehofft und uns zu einem Wochenende im Hunsrück verabredet. Die kleinen Bäche waren aber alle nicht voll genug. Also paddelten wir auf der Nahe. Für mich perfekt: keine großen Schwierigkeiten, immer wieder ruhiges Wasser zum Genießen und hin und wieder ein Wehr, das möglicherweise befahrbar ist.

In diesem Boot war ich diesmal unterwegs:image020

startklar in Fischbach:

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Gut gelaunt ging es auf der Nahe gemütlich voran. Kleine Schwellen, auch mal Kurven, dabei Blicke auf Reiher, auch Silberreiher, ein Eisvogel, weiße Knospen an den Bäumen und Schneeglöckchen am Ufer blieben mir im Gedächtnis.

Alle Wehre konnten wir befahren. Für mich war das ein neues Niveau, das zu bewältigen war. Es waren meine ersten Wehre überhaupt. Aber durch die sichere und zuverlässige Führung der Mitfahrer hatte ich nie Panik, traute mich alle zu fahren und kam problemlos unten an. Ein paarmal musste ich leicht stützen, kritisch war es aber nie.

Für die erfahreneren Wildwasserjungs waren das natürlich tolle Spielstellen. image069

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Bei tollstem Frühlingswetter genossen wir die Fahrt in der Sonne. Es war schon fast zu warm in meinem dicht schließenden Anzug.

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Das fand auch dieser Diesel-Fahrer, der erstmal spielte und sich dann abkühlen musste:

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und stützte – und stützte – und stütze …

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und plumpste 🙂

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Rollen klappte nicht, so blieb nur der Ausstieg. Helfer waren gleich zur Stelle, um das Material zu fangen – ich musste ja fotografieren 😉

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Er schwamm so schnell, dass ich ihn kaum auf’s Bild bekommen hab…

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tropf — tropf — tropfimage032

Alles ging gut, nichts ging verloren, die Klamotten sorgten für erträgliches Weiterpaddeln. In Bewegung bleiben half sicherlich.

Da wir nun recht schnell unterwegs waren, ohne Pause den Ausstieg in Martinstein noch bei Sonnenschein erreichten gab es nach einem Kaffee noch ein Nachmittagsprogramm. Vom Zeltplatz aus stiefelten wir zu einem Felsenmeer/Aussichtspunkt/Höhenzug oberhalb des Kellenbachs.

Hier der Blick auf unseren Zeltplatz im Schatten.

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Hoch oben auf dem Berge hörten wir einem engagierten Trompeter zu und genossen die letzten Sonnenstrahlen.

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Zügig ging es weiter in den Schatten des wilden Waldes.

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Über Stock, v.a. aber über Stein wanderten wir wieder bergab. Unten kam schon der Kellenbach in Sichtweite. Eine anstrengende Strecke, die viel Konzentration verlangte, um nicht wegzurutschen oder umzuknicken. Hüfte machte es aber mit Pausen ganz gut. Zwei Stöcke halfen sehr, zu stabilisieren. Der Muskelkater ist da schon programmiert.

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Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch einen Diavortrag eines Paddelclubs in der Nähe. Das Chili war lecker, die Vorträge zogen sich – sicher auch wegen meiner körperlichen Müdigkeit. Und dann ging es gaaaanz schnell ins Bett.

So begann der zweite Tag …

Die Boote schauten sich ein lustiges Aufwärmspiel unserer Gruppe an, die Sonne lugte heraus und der Rauhreif verschwand zusehends.

3 Generationen von Wildwasserbooten:

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Etliche Wehre hatten wir vor uns. Wir rechneten damit, umtragen zu müssen. Aber dann gab es an jedem eine fahrbare Stelle, keinen gefährlichen Rücklauf und genug Wasser, um irgendwie -wenn auch mit manchmal heftigem Steinkontakt- runterzukommen.

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Mir machte es von Wehr zu Wehr mehr Spaß, ich bekam gute Tipps und war sehr begeistert, so etwas fahren zu können. Umtragen? Pah – ich bin im Flow, das macht richtig Spaß! Dieser gutmütige T-Canyon macht es einem auch leicht. Guide Jürgen zeigte mir zuverlässig an, ob und wo ich runterfahren sollte. Das passte dann immer. Und Mitpaddler Jürgen holte sich -aus mir völlig unverständlichen Gründen ;-)- sogar nasse Füße, um mir zur Not schnell beistehen zu können. Dankeschön!

Da bin ich runtergefahren *stolz guck*

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Einbooten per Klippenstart nach der Rast am Barfußpfad in Sobernheim – DAS übe ich später mal 🙂image071

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Müder Paddler:

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Nach 22 km schauten wir zufrieden zurück:

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Zu dritt gab’s dann noch ein wirklich leckeres Abendessen im Weingut Auer, Am Stausee 17, 55585 Niederhausen. Empfehlenswert! Ein Jäger  – Wild essen!

Ein manchmal gruppendynamisch etwas unharmonisches, aber erlebnis- und erfolgreiches Sonnenwochenende endete in Oberhausen/Nahe. Insgesamt waren es 37 km, die mir viel Energie brachten und mich weiter Richtung Fitness trieben.

Jetzt freu ich mich schon auf die nächsten Paddeltage mit Jürgen und Torsten 🙂

Ich schreibe diesen Eintrag nach 2 ersten sehr anstrengenden Arbeitstagen. Die dynamische Bewegung draußen ist kein Vergleich mit meiner meist stehenden und sitzenden Tätigkeit. Auch wenn wir mehrere Stunden paddeln – die Belastung ist eine ganz andere. Die Sitzposition ist perfekt für die Hüfte und die gleichmäßige Bewegung des ganzen Körpers trainiert die Ausdauer.

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3 Kommentare »

  1. Boah, liest sich spannend! Für mich mit meiner eher miesen Kondition wäre das aber nix, ich muss da ganz klein anfangen. Bin mal in Frankreich ca. 30 Km gepaddelt, ich glaube es war mit einem Kajak, und konnte abends nicht mal mehr eine Tasse halten….Und da war ich noch jünger und fitter!

    Kommentar von Momoseven — 6. März 2013 @ 23:30 | Antwort

    • Na, auf diesen Flüsschen ist ja Strömung. Arg anstrengend war das nicht. Und ein bisschen Muskelkater gehört dazu.

      Und das Adrenalin tut das Übrige 🙂

      Kommentar von bikibike — 7. März 2013 @ 07:30 | Antwort

  2. Du machst ja rasend Fortschritte im Paddeln! Wildwasser kann ich (noch) nicht, wir sind nur bei uns im Inlet unterwegs, wo Du mehr auf den Verkehr und die Tiden achten musst als auf Stromschnellen. Aber ganz toll, Dein Bericht. Macht echt Lust!

    Kommentar von SonjaM — 7. März 2013 @ 21:56 | Antwort


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