Biki-Blog

2. Oktober 2011

Mal wieder: Und erstens kommt es anders …

Filed under: Moped — bikibike @ 23:45

2 Tage frei, strahlende Sonne, da muss man Moped fahren. Speedy fahren.

Ins Elsass sollte es gehen. Nicht in die Pässe der Vogesen, sondern in die Weinberge, Täler, Wälder, entlang der Burgen und Teiche. Im Herbst gefällt es mir am besten im Elsass. Und natürlich wollte ich auf dem Rückweg neuen Wein und frischen Fisch mitnehmen.

Der Morgen begann schon nervig. Beim Klamotten packen vergas ich die Hälfte, musste immer wieder zurück. Moped in der Garage holen kostete 2 Anfahrten weil ich den entscheidenden Schlüssel vergessen hatte. In der Garage fiel ich dann rückwärts gemeinsam mit der GPZ über mein Kajak. Zum Glück hatte ich ein Bein schnell angezogen und konnte die Kawa hochdrücken. Dann suchte ich lange nach der gepäcktauglichen Sitzbank der Speedy – am falschen Platz wie ich endlich merkte.

Noch 1000 Kleinigkeiten passierten, die nur deshalb schief gingen weil ich in Gedanken schon unterwegs oder ganz woanders war.

Na gut, gegen Mittag war ich endlich unterwegs. In der Pfalz war es schön, ein Picknick, schon in Frankreich, sehr sonnig und gemütlich. Dann begann die Speedy zu stinken. Komisch, also beobachten. Dann wurde sie heiß. Häh, was soll das? Ich bummel durch kühlen Wald! Dann zeigte das Thermometer sehr kalt. Das kann nicht sein. Also hab ich gehalten und mich über die braune Brühe auf dem Motor und meinen Stiefeln gewundert. Der Kühlerschlauch leckte. Da ich kurz vor Strassburg war und dort ein kleines Hotel ausgesucht hatte fuhr ich nach einer ausgiebigen Abkühlpause weiter, hielt aber immer wieder zum Abkühlen. In der Stadt dann das Aus. An einer Ampel ging sie einfach aus und nicht mehr an. Wieder ausgiebig abkühlen lassen, dann lief sie die letzten 200 m bis zum Hotel. Das hatte zu.

Also hab ich erstmal geschaut, ob was zu reparieren ist. Keine Chance, der Schlauch ist fertig und frisches Wasser läuft schon im Stand einfach unten raus.

Mein Plan war dann, am Montag nach dem Moped zu schauen, zur Not eine Werkstatt zu finden, die meinen Kühlerschlauch und die passende Schelle da hat. Aber es gab kein Hotel, dass bezahlbar war und ein Bett frei hatte. Bis zum Zeltplatz wollte ich aber auch nicht mehr fahren und dabei noch mehr den Motor riskieren.

Nach einer Stunde Hotelsuche und Grübelei rief ich 18.30 Uhr den ADAC an.
Der Vorschlag kam direkt: von deutschem Vertragspartner nach Hause bringen lassen.
Die Argumente waren klar: sehr unwahrscheinlich, dass die Teile in Strassburg vorhanden sind; Abschleppen durch französichen Dienst wäre sehr langwierig und unzuverlässig.

  • 10 Minuten später war alles vereinbart, alle Infos weitergegeben. Weitere 10 Minuten später bestätigte die Dame, dass ein Pickup aus D kommt, kann mehr als eine Stunde dauern, alle Fahrzeuge wären im Einsatz.
  • Nach 10 Minuten, 19.00 Uhr, der Anruf vom Abschlepper: er ist unterwegs, braucht 60 min.
  • Nach 50 von diesen 60 min rief er an: bin in Reichweite, stell dich auf die Straße. 5 min später kam er mit einem Sprinter um die Ecke.
  • Einladen, festbinden, alles professionell. Nette schnelle Fahrt, 22.00 Abladen zu Hause.

Es kann also auch richtig gut gehen mit dem Verein. Ich hatte offensichtlich sehr kompetente Leute erwischt.

Und gaaaaanz liebes Danke an den FREUND, der immer wieder erfolgreich getröstet und vermittelt hat!

Eine Frage an die Schrauber: Kann ich sie denn bedenkenlos einfach starten, wenn der Kühler wieder ok ist?
Im Leerlauf lief sie normal, unter (geringer) Last klingelig-scheppernd, dann hab ich gleich ausgemacht. Kann ich noch irgendwas für sie tun? Kontrollieren?

In der Wartezeit habe ich wenigstens eine schnelle Runde durch die Innenstadt Strassburgs gedreht. Sehr sehr schön. Da muss ich wieder hin! Am besten ein ganzes Wochenende, wegen der Abende … Viele kleine Flussläufe ziehen sich durch die Stadt, viele viele Blumen schmücken die schmalen Gassen. Überall gibt es Cafés und Restaurants zum Draußensitzen. Aus Bars dringt Musik und auf dem Vorplatz des Münsters spielen diverse Musiker. Am witzigsten fand ich diesen Leierkastenmann, der mit Herzblut seine französischen Schmonzetten sang.

Und natürlich habe ich das Pflichtfoto vom Münster gemacht.

So, und morgen will ich wohl kein Moped fahren. Wie wär’s mal mit Spazierengehen? Da kann am wenigsten schief gehen und man muss an kaum was denken …

Ich wünsche Euch einen sonnigen Feiertag!

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2 Kommentare »

  1. Starte sie, viel kann doch nicht kaputt sein. Und bei Geräuschen muss halt der Motor auf.

    Kommentar von Schraubär — 3. Oktober 2011 @ 08:03 | Antwort

  2. […] wurde es aber ganz ok. 2 Jahre hatte ich nicht mehr auf der Speedy mit ihrem 190er Reifen gesessen. Damals kam ich mit dem ADAC aus Strassburg zurück. Danach gab’s nach der Reparatur nur noch eine kurze Testfahrt und dann landete sie wegen der […]

    Pingback von endlich wieder Speedy: schnelle Tour im Schwarzwald und den Vogesen | Biki-Blog — 27. April 2013 @ 22:12 | Antwort


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