Biki-Blog

1. September 2011

Wellenpaddeln statt Kurvenfahren

Filed under: Kajak — bikibike @ 11:02

Urlaub Teil 2 bestand nun aus

  • Shoppen: München ist doch was Anderes als der kleine Odenwald. Sogar ein neues Ballkleid drängte sich auf und bekam schnell entschlossen ein neues zu Hause.
  • Kajaks und Canadier testen I: Im Faltbootzentrum Out-Trade in Ulm wurden wir super gut beraten, konnten ein paar in Frage kommenden Boote probesitzen. Leider liegt das Geschäft zu weit weg vom Wasser, fahren ging also nicht.
  • Kajaks und Canadier testen II: Im neu eröffneten Globetrotter in München konnten wir dann die Boote im Wasser testen. Das Becken ist für einen Zweier/Dreier zwar echt klein aber ein Schwimmgefühl bekommt man doch. Hier schieden für uns dann die Canadier aus. Das ist nix für uns, zu wackelig und zu weit weg vom Wasserspiegel. Das Triton Vuoksa empfanden wir als die richtige Wahl. Ein Alu-Faltboot mit Luftkammern an den Seiten und ausreichend Stauraum. Es vermittelt ein prima sicheres Gefühl und hat gute Testergebnisse. Außerdem ist es umbaubar auf einen Sitz, man kann es also gut auch alleine paddeln.
  • Kajaks und Canadier testen III: Beim Testnachmittag des Kanucenter Konstanz konnten wir einen Canadier und das Vuoksa auf dem Rhein ausprobieren. Dabei wurde unsere Entscheidung für das Vuoksa bestätigt. Prima, wir fühlen uns gut da drin und ich kann es auch alleine fahren.
  • kleines Kajak kaufen: Im Norden von München konnte ich mein erstes eigenes Kajak abholen. Ein Topolino. Passend für Wildwasser und kleine Bäche. Der Riesenvorteil: es passt IN meinen Twingo und dadurch die Hemmschwelle, es schnell rein zu werfen und loszupaddeln niedrig. Große Seen haben wir im Odenwald ja eher weniger. Das Kajak hat auch schon einen Namen: Blauer Wal. Eigentlich ein sehr wendiges Boot reagierte es auf Wellen auf dem Bodensee sehr störrisch und kaum steuerbar. Hier wurde also ein träger Wal aus ihm.
  • Erstes Kajakspielen auf dem Ammersee. Hier wurde der Blaue Wal das erste Mal getestet und für passend befunden. Leider war die Amper gerade nicht gut befahrbar, also blieb es beim Spielen auf dem See. Das hat Spaß gemacht. Die Größe ist gut, mit dem Geradeaussteuern hab ich eh kein Problem und der kleine reagiert prima auf jeden Paddelschlag. Von Technik und Können reden wir natürlich überhaupt nicht. Ich saß seit 20 Jahren das erste Mal wieder im Kajak und war damals schon nur Spaßpaddlerin.
  • Freund ist zu groß für den Wal was zur Kajaktaufe führte 🙂 Sah sehr lustig aus und fand zum Glück im Flachwasser statt. Reinfallen ist aber auch keine Kunst wenn man quasi nur auf dem Süllrand sitzen kann und das Bootchen nur 2,20m lang ist.
  • Kajak-Wanderfahrt auf dem Bodensee: 8 Tage fuhren wir entlang der Ufer von Untersee, Gnadensee und Überlinger See. Perfektes, eher zu heißes Wetter, kaum Wind und ein leicht zu handelndes Kajak mit Stauraum machten die Woche zu einem prima Einstieg in die Kajakwelt. Übernachtet haben wir auf Zeltplätzen am See und beim Kanuclub Konstanz, die uns sehr sehr nett aufnahmen und bei denen wir 2 Gewitternächte und einen Regentag abwarten konnten. Gepaddelt sind wir ca. 100 km, haben uns dabei auch die Inseln Reichenau und Mainau angeschaut und ein paar nette Altstädtchen. Besonders wichtig waren immer die Cafépausen – schließlich war das der Ersatz für den Italienurlaub.
  • Auf dem Untersee hatten wir den schönsten Tag der Tour. Zuerst paddelten wir ohne Gepäck bis Stein am Rhein, genossen in der touristischen Altstadt Eis, Schoki und Kaffee. Am Anleger trafen wir Kerstin, die gerade mit ihrem Canadier üben ging. Als wir zurück kamen wollte sie mit ihrem Segelboot ablegen und bot uns an, uns stromaufwärts „abzuschleppen“, was wir gerne annahmen. Auf der Tour konnten wir ihr beim Segeln helfen, lernten eine Menge über Segeltechnik und Bodensee, gingen baden und lagen faul in der Sonne. Nachmittags kam dann ihr Freund an Bord und brachte das Abendessen mit. Leckere Nudeln und Gorgonzolasoße kochte er auf dem Boot, wir genossen den Weißwein. Ein toller Urlaubstag. Danach mussten wir nur noch über den Rhein paddeln und waren zurück auf unserem Campingplatz.

Paddeln ist anstrengend, ich musste mich erstmal auf dieses Tempo einlassen. Eigentlich ist das ja viel zu langsam 😉 Aber wenn dann der Seeboden unter einem hingleitet und die Bewegungen gleichmäßiger werden macht es richtig Spaß. Wasservögel beobachten, die Wellen der großen Schiffe kreuzen und die Berge am Alpenrand anschauen. Diese Berge waren übrigens am Morgen nach dem Temperatursturz und dem heftigen Regen weiß gepulvert. Im August!

Spaßig waren immer die „Monsterwellen“ 😉 der entgegenkommenden Linienschiffe. Der kleine Wal wurde einmal richtig vollgeschwappt. Mit dem großen Zweier war das dann nur noch lustig.

Wichtigster Einkauf des Urlaubs war der schicke Strohhut mit lila Bändchen, den ich kombiniert zu einem neuen UV-stop-T-Shirt von VauDe und einer Neoprenhose trug.

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